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Unberechenbare Natur

Der Klimawandel macht auch vor Sachsen nicht Halt: Die Jahrhundertflut der Elbe 2002, das Elbehochwasser 2006, der Tornado im Mai 2010 in Großenhain, die starken Überschwemmungen rund um Chemnitz, an der Neiße und in der Sächsischen Schweiz nach Starkregen im August 2010 sowie in der Region Leipzig im September 2011 sind nur einige Beispiel dafür.

Schäden, die durch Naturgewalten entstehen, werden als Elementarschäden bezeichnet. Ursachen sind Überschwemmungen und Hochwasser, Sturm und Hagel, Erdfall und Erdbeben, Schnee oder Blitzschlag.

Hochwasser und Überschwemmungen

In Sachsen besteht für Siedlungen an Flussläufen ein hohes Schadensrisiko durch Hochwasser und Überschwemmungen. Aber auch fernab der größeren Flüsse kann es durch massive Regenfälle zu Überschwemmungskatastrophen kommen. Straßen und Gärten werden überflutet, Keller und ebenerdige Innenräume laufen voll und Autos werden beschädigt. Besonders verheerend können dabei kleine Bäche sein, die durch den starken Regen zu reißenden Flüssen anschwellen und dabei massive Schäden anrichten. Solche Sturzfluten können sich innerhalb kürzester Zeit entwickeln. Wegen der fehlenden Vorwarnzeiten ist eine Katastrophenabwehr häufig kaum möglich.

Schwere Schäden entstehen vor allem an Gebäuden und Inneneinrichtung. Hohe Kosten können zum Beispiel durch auslaufende Öltanks entstehen. Beachten Sie, dass Besitzer auch bei höherer Gewalt wie Hochwasser für entstehende Gewässerschäden haften.

Sturm und Hagel

Vor allem in den Wintermonaten richten Stürme jedes Jahr größere Schäden an. Besonders gefährdet sind Gebäude in exponierten Lagen, zum Beispiel auf Anhöhen oder Bergkuppen, an Hanglagen und auf freien Flächen. Auch Gebäude, die einzeln und quer zur vorherrschenden Windrichtung stehen oder die aus der geschlossenen Bebauung herausragen, sind gefährdet.

Gerade im Osten Deutschlands kommen auch im Sommer immer wieder heftige Stürme auf, die häufig von zerstörerischen Hagelschauern begleitet werden. Infolge des Klimawandels werden bis 2040 die Schäden durch sommerliche Unwetter im Osten um bis zu 40 Prozent zunehmen.

Stürme decken Dächer ab, bringen Fenster zum Bersten und beschädigen durch umknickende Bäume Gebäude und Autos. Hagel kann Dächer und Dachfenster beschädigen und dadurch auch Feuchtigkeitsschäden an Gebäude und Einrichtung nach sich ziehen. Zudem verursacht Hagel vielfach Blechschäden an Autos.

Erdbeben, Massenbewegungen und Erdfall

Auch wenn die Erdkruste in Sachsen ruhig ist, sind Sachschäden durch Erdbeben auch hierzulande nicht auszuschließen. Das sächsische Vogtland gehört zusammen mit dem Oberrheingraben, der Niederrheinischen Bucht und der Schwäbischen Alb zu den vier seismisch aktivsten Regionen in Deutschland.

Sogenannte Schwarmbeben, etliche tausend Erdstöße über mehrere Wochen hinweg, sind typisch für das Vogtland. 1985 erschütterte mit einer Stärke von 4,5 auf der Richterskala eines der stärksten Erdbeben in Deutschland überhaupt die Gegend und verursachte Risse in zahlreichen Gebäuden. Im August 2011 bebte die Erde im Vogtland wieder; gemessener Wert auf der Richterskala: 4.0.

Steinschläge, Felsstürze und Rutschungen können an jedem steileren Hang auftreten. In Sachsen besteht insbesondere in den Mittelgebirgsregionen und an den Elbhängen ein erhöhtes Risiko.

Wahre Albträume sind Erdfälle, die sich in Bergbauregionen ereignen können. Hohlräume im Untergrund stürzen ein, reißen Erdmassen, Straßen und Gebäude in die Tiefe und hinterlassen erschreckende Krater. Auch wenn sich in der Vergangenheit keine gefährlichen Erdfälle in Sachsen ereignet haben, ist dieses Risiko gerade in den Bergbauregionen nicht vollständig auszuschließen.

Schnee

Was Wintersportler begeistert, kann für Hausbesitzer zum Verhängnis werden: die winterlichen Schneemassen in den sächsischen Mittelgebirgen. Die Tonnenlast der zarten Schneeflöckchen setzt Dachkonstruktionen gewaltig unter Druck. Zwar stürzt selten das ganze Dach ein, doch schon ein paar zerbrochene Dachziegel lassen das Wasser ungehindert ins Haus und somit ins Mauerwerk eindringen. Die Sanierung wird dann schnell teuer.

Blitzschlag

Blitzschläge sind in allen Regionen Sachsens ein ernst zu nehmendes Risiko. Beim direkten Einschlag verursachen sie Schäden am Gebäude, an technischen Geräten und an Fahrzeugen. In seltenen Fällen verursachen sie sogar Brände. Häufig führen Blitzschläge zu Überspannungsschäden an technischen Geräten, wenn sie in örtlichen Stromnetzen hohe Spannungen verursachen.

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Sächsische Staatskanzlei. 20.01.2014

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