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Hilfe für Flüchtlinge

Steuerliche Förderung von Hilfen

Privatpersonen, Vereine und Unternehmen erhalten von staatlicher Seite in Form von steuerlichen Erleichterungen Unterstützung beim Thema Spenden für Flüchtlinge. Diese Erleichterungen basieren auf Abstimmungen des Bundesministeriums der Finanzen mit den Ländern und gelten vom 01.08.2015 bis zum 31.12.2018.

Folgende steuerliche Erleichterungen sind möglich:

  • Der Nachweis von Spenden im Rahmen der Einkommensteuererklärung wird vereinfacht.
  • Gemeinnützige Vereine können unter erleichterten Voraussetzungen Hilfsaktionen für Flüchtlinge durchführen.
  • Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, Teile ihres Arbeitslohns steuerfrei für Flüchtlinge zu verwenden.
  • Unternehmensleistungen im Rahmen von Sponsoring-Maßnahmen werden erleichtert.

Vereinfachungen beim Spendennachweis

Für Spenden, die bis zum 31.12.2018 auf ein für die Flüchtlingshilfe eingerichtetes Sonderkonto eingezahlt werden, genügt als Nachweis im Rahmen der Einkommensteuererklärung der Bareinzahlungsbeleg, die Buchungsbestätigung (zum Beispiel der Kontoauszug oder der Lastschrifteinzugsbeleg) oder der Ausdruck vom Online-Banking.

Eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster ist nicht erforderlich. Sonderkonten für die Flüchtlingshilfe können insbesondere Städte und Gemeinden, andere juristische Personen des öffentlichen Rechts oder Verbände der freien Wohlfahrtspflege einrichten.

Auch Unternehmen oder Privatpersonen können Spenden sammeln. Bei diesen Spenden ist ebenfalls ein vereinfachter Zuwendungsnachweis möglich, wenn die Gelder auf ein vom Unternehmen oder der Privatperson eingerichtetes Treuhandkonto eingezahlt und anschließend auf ein begünstigtes Sonderkonto weitergeleitet werden. Zum vereinfachten Spendennachweis genügen in diesem Fall die Bareinzahlungsbelege, Buchungsbestätigungen oder bei Online-Banking die Ausdrucke über die Einzahlungen auf das Treuhand- und anschließend auf das Sonderkonto. Alternativ kann das Unternehmen oder die Privatperson dem Inhaber des Sonderkontos eine Liste der Spender übermitteln, damit dieser den Spendern anhand der Liste Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster zur Vorlage beim Finanzamt ausstellt.

Spendenaktionen und Hilfe durch gemeinnützige Vereine

Im Rahmen von Sonderaktionen zur Hilfe für Flüchtlinge können auch gemeinnützige Vereine, die nach ihrer Satzung keine mildtätigen Zwecke verfolgen, bis zum 31.12.2018 Spenden sammeln. Die Vereine dürfen dafür Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster ausstellen. Darin ist auf die Sonderaktion zur Hilfe für Flüchtlinge hinzuweisen und die zweckentsprechende Verwendung der Spenden zu bestätigen.

Unabhängig von derartigen Sonderaktionen können auch bereits vorhandene Mittel ohne Änderung der Satzung zur unmittelbaren Unterstützung von Flüchtlingen eingesetzt werden.

Bei Flüchtlingen kann auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

Arbeitslohnspenden – Arbeitnehmer unterstützen Flüchtlinge

Arbeitnehmer können auf die Auszahlung von Teilen ihres Arbeitslohns (zum Beispiel auf die Vergütung von Überstunden) verzichten und den Arbeitgeber bitten, den Betrag auf ein Spendenkonto zugunsten der Hilfe für Flüchtlinge einzuzahlen. Auf diese sogenannte Arbeitslohnspende fällt keine Lohnsteuer an. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung darf der steuerfrei belassene Betrag nicht als Spende abgezogen werden. Der Arbeitgeber muss im Lohnkonto den Verzicht des Arbeitnehmers und die Überweisung auf das Spendenkonto dokumentieren.

Weitere Informationen

Info-Telefon der sächsischen Finanzämter
    Telefon 0351 7999 7888
    Mo – Do 08:00 bis 17:00 Uhr
    Fr 08:00 bis 12:00 Uhr

 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

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Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

   23.02.2017

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