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Gesundheitsberufe

Die Tätigkeit in Gesundheitsberufen ist nicht durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie abgedeckt. Die Verwaltungsverfahren in Zusammenhang mit Gesundheitsberufen können deswegen nicht über den Einheitlichen Ansprechpartner abgewickelt werden.

Akademische Heilberufe

Wer als Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeut und Apotheker tätig werden möchte, benötigt eine Approbation. Die Approbation berechtigt dazu, den jeweiligen akademischen Gesundheitsberuf auszuüben und die betreffende Berufsbezeichnung zu tragen.

Eine Approbation wird in folgenden Gesundheitsberufen benötigt:

  • Arzt
  • Zahnarzt
  • Apotheker
  • Psychologischer Psychotherapeut
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Hinweis: Mit der Approbation sind Sie automatisch Pflichtmitglieder der Kammer für den jeweiligen Gesundheitsberuf.

Ausländische Berufsabschlüsse

Haben Sie Ihren Berufsabschluss im Ausland erworben, prüft die zuständige Stelle, ob Ihr Abschluss mit dem entsprechenden deutschen Abschluss gleichwertig ist. Sie erhalten die Approbation nur, wenn Ihre Ausbildung als gleichwertig anerkannt wird.

Staatsangehörige der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums, die nur vorübergehend und gelegentlich in Deutschland arbeiten wollen, benötigen keine Approbation. Sie müssen Ihre Tätigkeit aber der zuständigen Stelle melden.

Rechtsgrundlagen und Zuständigkeit

Die Erteilung der Approbation richtet sich nach der Bundesärzteordnung (BÄO) beziehungsweise dem Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG), dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) der Bundesapothekerordnung (BAO). Zuständige Behörde im Freistaat Sachsen für die Erteilung sowie das Erlöschen, die Zurücknahme und den Widerruf von Approbationen ist die Landesdirektion Sachsen.

Gesundheitsfachberufe

In bestimmten Gesundheitsfachberufen ist eine staatliche Erlaubnis erforderlich, um ohne Einschränkung tätig sein zu können.

Die Erlaubnis berechtigt dazu, die entsprechende Berufsbezeichnung zu führen und den Beruf auszuüben als

  • Altenpfleger
  • Diätassistent
  • Ergotherapeut
  • Hebamme/Entbindungspfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Logopäden
  • Masseure und medizinische Bademeister   
  • Notfallsanitäter
  • Orthoptisten
  • pharmazeutisch-technische Assistenten
  • Physiotherapeuten
  • Podologen
  • technische Assistenten in der Medizin

Die Ausbildung erfolgt an Berufsfachschulen für bundesrechtlich geregelte Gesundheitsfachberufe. Die Ausbildungen schließen mit einer staatlichen Prüfung ab. Für die staatliche Prüfung als Altenpfleger/in ist im Freistaat Sachsen die Sächsische Bildungsagentur zuständig, für alle anderen Pflege- und Gesundheitsfachberufe die Landesdirektion Sachsen.

Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung in einem Gesundheitsfachberuf wird auf Antrag durch den Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) erteilt.

Heilpraktiker

Heilpraktiker benötigen keine Approbation, dürfen die Heilkunde aber nur ausüben, wenn sie dafür die Erlaubnis besitzen.

Die Ordnungsbehörde erteilt die Erlaubnis im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt. Neben dem vollständigen Spektrum kann der Beruf des Heilpraktikers auch auf die Behandlungsfelder Physiotherapie oder Psychotherapie beschränkt sein.

Weitere Informationen

  • Gesundheitsberufe
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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