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Namensänderung aus wichtigem Grund

Allgemeine Informationen

Wenn ein wichtiger Grund vorliegt, können Sie Ihren Familiennamen oder Vornamen ändern lassen. Diese Möglichkeit ist jedoch auf eng begrenzte Ausnahmefälle beschränkt.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von anderen Gründen, die zu Namensänderungen führen können, beispielsweise Heirat und Scheidung. Diese Vorgänge sind von den nachfolgenden Ausführungen nicht berührt.

Zuständige Stelle

Landratsamt oder Stadtverwaltung

Voraussetzungen

  • Sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit oder sind asylberechtigt, ausländischer Flüchtling, staatenlos, heimatlos oder Kontingentflüchtling.
  • Sie wohnen oder halten sich gewöhnlich in Deutschland auf.
  • Es liegt ein wichtiger Grund vor, der die Namensänderung rechtfertigt. Ein wichtiger Grund kann beispielsweise vorliegen, wenn
    • der Name anstößig oder lächerlich klingt
    • der Name wesentliche Schwierigkeiten in der Schreibweise oder bei der Aussprache verursacht

Durch die Namensänderung darf kein falscher Eindruck über familiäre Zusammenhänge geweckt werden.

Hinweis: Weicht die Reihenfolge der Vornamen in der maschinenlesbaren Zone des neu ausgestellten elektronischen Ausweises von der im bislang gültigen Ausweis ab, gilt das grundsätzlich nicht als wichtiger Änderungsgrund.

Verfahrensablauf

  • Beantragen Sie die Namensänderung schriftlich bei der Namensänderungsbehörde.
  • Legen Sie in Ihrem Antrag die Beweggründe ausführlich dar.

Die Namensänderungsbehörde beteiligt verschiedene Stellen, bei über 14 Jahre alten Personen beispielsweise die Polizei. Außerdem holt sie Auskünfte aus dem Schuldnerverzeichnis, beim Amtsgericht und bei Bedarf von weiteren Stellen ein.

Hinweis:
  • Ist neben Ihnen eine weitere Person beteiligt, erhalten Sie zunächst nur einen Bescheid über die Namensänderung. Darin wird darauf hingewiesen, dass Sie die Unanfechtbarkeit des Bescheids abwarten müssen. Dem Beteiligten wird der Bescheid ebenfalls zugestellt einschließlich einer Rechtsbehelfsbelehrung.
  • Sobald die Namensänderung wirksam ist (der Bescheid nicht innerhalb der Frist angefochten wurde), erhalten Sie eine Urkunde, aus der die Namensänderung ersichtlich ist. Danach müssen Sie verschiedene Dokumente ändern lassen und einige Stellen hiervon informieren. Orientierung bieten Ihnen hierbei die Amt24-Informationen zur Namensänderung nach einer Heirat.

Erforderliche Unterlagen

Benötigt werden insbesondere:

  • bei deutschen Staatsangehörigen: Personalausweis oder Reisepass
  • falls die Antragsberechtigung auf einem besonderen Status beruht (zum Beispiel als Asylberechtigter): Vorlage des entsprechenden Dokumentes
  • Nachweis über den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt (zum Beispiel Meldebescheinigung)
  • beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister der oder des Antragstellenden und aller Personen, auf die sich die Änderung des Familiennamens erstrecken soll
  • Führungszeugnis bei Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben
  • gegebenenfalls: Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde
  • Erklärung darüber, ob Sie schon einmal einen Antrag auf Änderung des Familiennamens gestellt haben, gegebenenfalls: Angabe der betreffenden Behörde und der von ihr getroffenen Entscheidung
  • gegebenenfalls: Einkommensnachweise (falls für die Gebührenfestsetzung erforderlich)

Je nach Einzelfall kann die Namensänderungsbehörde weitere Unterlagen anfordern.

Tipp: Informieren Sie sich im Zweifel vor der Antragstellung bei der zuständigen Stelle.

Kosten (Gebühren)

  • Änderung eines Familiennamens: EUR 2,50 bis 1.022 pro Person
  • Änderung eines Vornamens: EUR 2,50 bis 255,00
  • bei mittellosen Antragstellenden im Einzelfall: gebührenfrei

Die tatsächliche Gebühr hängt vom Verwaltungsaufwand und der Bedeutung der Namensänderung für den oder die Antragstellende ab. Bei Rücknahme oder Ablehnung des Antrags fällt ein Zehntel bis die Hälfte der Gebühr an.

Rechtsgrundlage

 

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Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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   20.12.2016

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