1. Kopf
  2. Navigation
  3. Inhalt
  4. Marginalspalte Rechts
Inhalt

Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder beantragen

Antrag auf Gewährung von Zuwendungen für interdisziplinäre Maßnahmen der Früherkennung und Frühförderung bei behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern (Komplexleistung Frühförderung)

Allgemeine Informationen

Früherkennung und Frühförderung sind Angebote für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder und deren Familien. Wesentliche Aufgabe und Ziel der Frühförderung ist es, eine drohende oder bereits eingetretene Behinderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen, drohenden Behinderungen entgegenzuwirken, Auswirkungen vorhandener Behinderungen durch gezielte Förder- und Behandlungsmaßnahmen auszugleichen oder zu mildern und betroffene Familien zu beraten.

Welche Leistungen sind möglich?

Die Früherkennung und Frühförderung umfasst

  • interdisziplinär konzipierte Eingangs-, Verlaufs- und Abschlussdiagnostik,
  • heilpädagogische und medizinisch-therapeutische Hilfen und
  • alltagsunterstützende Beratung und die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und Bezugspersonen der betroffenen Kinder.

Die Leistungen können – unabhängig von der Art der Behinderung – vom Zeitpunkt der Geburt an bis zum Schuleintritt gewährt werden. Grundlage dafür ist ein Förder- und Behandlungsplan.

Wer bietet die Leistungen an?

Folgende Einrichtungen bieten mit unterschiedlichen medizinischen, therapeutischen und heilpädagogischen Schwerpunkten Leistungen der Früherkennung und Frühförderung an:

  • Interdisziplinäre Frühförder- und Frühberatungsstellen (IFF)
    Interdisziplinäre Frühförderstellen sind familien- und wohnortnahe Dienste und Einrichtungen, die der Früherkennung, Behandlung und Förderung von Kindern dienen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit von qualifizierten medizinisch-therapeutischen und heilpädagogischen Fachkräften wird eine drohende oder bereits eingetretene Behinderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erkannt und die Behinderung durch gezielte Förder- und Behandlungsmaßnahmen ausgeglichen oder gemildert.
  • Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) in Aue, Chemnitz, Dresden, Görlitz, Leipzig und Riesa
    Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind fachübergreifend arbeitende Einrichtungen, die fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen. Die frühzeitige Erkennung, Diagnostik und Behandlung durch die SPZ ist auf Kinder ausgerichtet, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Behinderung oder einer drohenden Behinderung nicht von geeigneten Ärzten oder geeigneten IFF behandelt werden können.
  • Audiologisch-phoniatrisches Zentrum (APZ) in Chemnitz
    ambulante Einrichtung speziell für hör- und sprachgeschädigte Kinder

Weiterführende Informationen

Auskunft erhalten Sie außerdem

  • bei Ihrem Kinderarzt,
  • bei Ihrem Sozialamt,
  • bei Ihrer Krankenkasse,
  • bei den gemeinsamen rehabilitationsträgerübergreifenden Servicestellen sowie
  • bei den Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung.

Zuständige Stelle

Sozialamt der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes

Bitte geben Sie Ihren Wohnort ein:

Voraussetzungen

Das Angebot richtet sich an behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder, die noch nicht eingeschult sind, mit beispielsweise

  • Auffälligkeiten in der allgemeinen Entwicklung,
  • Problemen im sozial-emotionalen Bereich,
  • Auffälligkeiten in der Fein- und Grobmotorik,
  • Wahrnehmungsproblemen,
  • Auffälligkeiten beim Sprechen,
  • Seh- und Hörstörungen,
  • diagnostizierten Behinderungen oder
  • psychosomatischen Beschwerden

Das Angebot gilt auch für die Eltern dieser Kinder beziehungsweise ihre Bezugspersonen.

Verfahrensablauf

  • Wenn Sie sich hinsichtlich der Entwicklung Ihres Kindes Sorgen machen oder wenn eine Entwicklungsbeeinträchtigung oder Behinderung Ihres Kindes vorliegt, können Sie sich an Ihren Kinderarzt oder an eine IFF wenden. Dort werden Sie beraten und bei der Antragstellung unterstützt.

  • Nach einer Beratung in einer IFF oder bei Ihrem Kinderarzt wird Ihnen Ihr Kinderarzt eine Überweisung an eine IFF oder – wenn erforderlich – an ein SPZ ausstellen. Dort wird auf der Grundlage einer interdisziplinären Diagnostik unter ärztlicher Verantwortung ein Förder- und Behandlungsplan aufgestellt. Dieser ist auf den individuellen Bedarf Ihres Kindes ausgerichtet und umfasst die Leistungen, die voraussichtlich zur Förderung und Behandlung Ihres Kindes nötig sind.
  • Der interdisziplinär erstellte Förder- und Behandlungsplan wird den Rehabilitationsträgern zur Entscheidung vorgelegt.
  • Als Erziehungsberechtigte unterschreiben Sie diesen Förder- und Behandlungsplan und erhalten eine Ausfertigung.

Fristen

Leistungen zur Früherkennung und Frühförderung: können mit der Geburt oder bei Auffälligkeiten während der frühkindlichen Entwicklung beginnen und enden spätestens mit der Aufnahme in die Schule.

Hinweis: Wenn Sie hierzu Fragen haben oder konkrete Hilfe benötigen, wenden Sie sich einfach an Ihren Kinderarzt oder an eine Interdisziplinäre Frühförder- und Frühberatungsstelle. Je früher Sie sich beraten lassen, desto besser ist es.

Kosten (Gebühren)

Kosten für Leistungen der Früherkennung und Frühförderung: werden von den Rehabilitationsträgern übernommen. Rehabilitationsträger sind der örtliche Sozialhilfeträger (in Kreisfreien Städten die Stadtverwaltung, in Landkreisen das Landratsamt) und die gesetzlichen Krankenkassen. Bei gesetzlich versicherten Kindern entstehen für die Eltern keine Kosten.

Rechtsgrundlage

 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

Wir bemühen uns intensiv, auf dieser Website richtige und vollständige Informationen zur Verfügung zu stellen. Wir übernehmen jedoch keine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der auf dieser Seite bereitgestellten Informationen. Dies gilt auch für alle Verbindungen (Hyperlinks), auf die diese Website direkt oder indirekt verweisen. Der Freistaat Sachsen hat keinen Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf Inhalte der verlinkten Seiten. Wir sind für den Inhalt einer Seite, die mit einem solchen Link erreicht wird, nicht verantwortlich.

 
 

Marginalspalte

Kontakt zur Redaktion

Sie brauchen weitere Informationen?

Fragen Sie Amt24!

freigegeben durch:

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

   06.10.2016

Bundesweit Informationen und Leistungen der öffentlichen Verwaltung finden