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Förderschule, Anmeldung

Allgemeine Informationen

Wenn Ihr Kind schulpflichtig wird, müssen Sie es bereits im Vorjahr der Einschulung an der Grundschule anmelden. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob in der Folge eine Förderschule besucht werden soll oder nicht.

Die Schuleingangsphase umfasst im Bereich der sonderpädagogischen Förderung die Anmeldung, die Schulaufnahmeuntersuchung, die Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, die Planung förderpädagogischer Maßnahmen und den Anfangsunterricht. Die allgemeinbildende Förderschule stimmt die Durchführung der Schuleingangsphase mit den Maßnahmen der Kindertageseinrichtungen, die behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder aufnehmen, und mit den Maßnahmen der Einrichtungen, die heilpädagogische Leistungen erbringen, sowie den Frühförder- und Frühberatungsstellen und Sozialpädiatrischen Zentren im Rahmen der zur Verfügung stehenden Personal- und Sachmittel ab, um den Übergang in den schulischen Bereich unter Fortführung begonnener Fördermaßnahmen kontinuierlich zu gestalten.

Jede Förderschule erarbeitet im Rahmen des Schulprogramms ein Konzept zur Gestaltung der Schuleingangsphase. Das Konzept soll die Zusammenarbeit mit den Eltern und den Einrichtungen, die Kinder mit dem jeweiligen Förderschwerpunkt betreuen, sowie den Frühförder- und Frühberatungsstellen und Sozialpädiatrischen Zentren mindestens des Wirkungsbereiches beschreiben.

Sächsische Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) entscheidet

Wurde bei Ihrem Kind bereits ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt, entscheidet die Sächsische Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) über die Pflicht zum Besuch der Förderschule (Aufhebung der Pflicht zum Besuch der Förderschule zum 01.08.2018 nach Inkrafttreten des am 11.04.2017 beschlossenen „Gesetzes zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Freistaat Sachsen“) sowie darüber, welchen Förderschultyp ihr Kind besuchen soll beziehungsweise inwiefern eine integrative Unterrichtung an einer Regelschule in Betracht kommt. Die Sächsische Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) kann eine bestimmte Schule empfehlen. Kann dem sonderpädagogischen Förderbedarf nur an einer Förderschule entsprochen werden, sind Sie verpflichtet, Ihr Kind an der entsprechenden Förderschule oder an einer geeigneten Förderschule in freier Trägerschaft zum Schulbesuch anzumelden.

Im Freistaat Sachsen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf bestmöglich zu fördern. Viele Schülerinnen und Schüler lernen in Förderschulen, aber immer mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen auch gemeinsam mit nichtbehinderten Schülerinnen und Schüler in einer Grund- oder Oberschule beziehungsweise im Gymnasium. Wichtig ist dabei, dass an dieser Schule die erforderlichen Lehrkräfte und falls nötig, qualifizierte Pflege- und Betreuungskräfte vorhanden sind. Ebenso müssen eine behindertengerechte Ausstattung und die erforderlichen Lehr- und Lernmittel zur Verfügung stehen. Das Schulgebäude muss barrierefrei gestaltet sein.

Schulwechsel

Macht die Entwicklung einer Schülerinnen oder eines Schülers den Wechsel des Förderschultyps erforderlich, beauftragt die Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) die bisherige und die Förderschule, an die gewechselt werden soll, mit der Erstellung eines gemeinsamen förderpädagogischen Gutachtens und trifft im Anschluss eine Entscheidung, welchen Förderschultyp (Aufhebung der Pflicht zum Besuch der Förderschule zum 01.08.2018 nach Inkrafttreten des am 11.04.2017 beschlossenen „Gesetzes zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Freistaat Sachsen“) die Schülerinnen oder der Schüler künftig besuchen soll.

Zuständige Stelle

Grundschule, in deren Schulbezirk Sie wohnen

Weiterführende Informationen

Grundschulbezirk

Jede öffentliche Grundschule hat einen Schulbezirk. Alle Kinder, die in diesem Bezirk wohnen, müssen diese Grundschule besuchen. In der Regel entspricht der Schulbezirk dem Gemeindegebiet.

Wenn es in einer Gemeinde oder Stadt mehrere Grundschulen gibt, können die Gemeinden und Städte ihr Gebiet in mehrere Schulbezirke unterteilen oder die Schulen in einem gemeinsamen Schulbezirk belassen, so dass die freie Auswahl der Schule besteht.

Welche Grundschule für Ihren Wohnsitz vorgesehen ist, erfahren Sie von Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung.

Ausnahmen

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausnahme vom Schulbezirk möglich, so dass auch eine andere Grundschule besucht werden kann.

Schulen in freier Trägerschaft

Neben den öffentlichen Grundschulen gibt es auch zahlreiche Grundschulen in freier Trägerschaft (Privatschulen). Diese haben keinen festgelegten Schulbezirk.

Zuständige Stelle

(keine Ortsauswahl möglich)

Voraussetzungen

Wenn Ihr Kind bislang noch keine Schule besucht hat, also Schulanfänger ist, muss es in jedem Fall zuerst an einer Grundschule angemeldet werden.

Für die Aufnahme an einer Förderschule müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

Schulpflicht

Ihr Kind muss für das am 01.08. beginnende Schuljahr schulpflichtig sein. Dies ist der Fall, wenn es im Zeitraum vom 01.07. des Vorjahres bis zum 30.06. des Jahres der Einschulung seinen sechsten Geburtstag hat. Ausnahmen ergeben sich bei Kindern,

  • die ihren sechsten Geburtstag noch bis zum 30.09. des Jahres der Einschulung haben und die Eltern die Einschulung wünschen (ohne weitere Genehmigung) oder
  • deren vorzeitige Einschulung oder die Zurückstellung vom Schulbesuch genehmigt wurde.

Sonderpädagogischer Förderbedarf

Die Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) muss in einem Bescheid den individuellen sonderpädagogischen Förderbedarf Ihres Kindes festgestellt haben. Diesem geht ein Verfahren voraus, in welchem Sie als Eltern mit eingebunden sind. Der Typ der Förderschule, den Ihr Kind besuchen soll, wird ebenfalls festgelegt, sofern keine integrative Unterrichtung an einer Regelschule in Betracht kommt. Mit dem Inkrafttreten des am 11.04.2017 beschlossenen „Gesetzes zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Freistaat Sachsen“ zum 01.08.2018 wird sich die Rechtslage ändern.

Verfahrensablauf

Alle Schulanfänger müssen von ihren Eltern an der Grundschule angemeldet werden, unabhängig davon, ob eventuell der Besuch einer Förderschule in Betracht kommt oder nicht. Den Ablauf der Anmeldung organisieren die Schulen selbst. Nähere Informationen erfahren Sie in der Regel mit der Bekanntgabe der Einschulungstermine.

Hinweis: Diese Aufgabe muss von beiden Eltern gemeinsam wahrgenommen werden, sofern sie das gemeinsame Sorgerecht haben. Ist einer der Partner verhindert, muss eine Vollmacht und eine Ausweiskopie des Abwesenden vorgelegt werden.

  • Wenn die Grundschule anhand der ihr vorliegenden Unterlagen (zum Beispiel dem Ergebnis der Schulaufnahmeuntersuchung) einschätzt, dass eine Notwendigkeit der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs Ihres Kindes besteht, wird sie Sie zu einem Beratungsgespräch einladen.
  • In diesem Gespräch werden mit Ihnen alle Einzelheiten besprochen und die anschließenden Schritte erläutert.
  • Im Ergebnis des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes entscheidet die Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) über den sonderpädagogischen Förderbedarf und die Möglichkeit der Beschulung ihrer Kinder.
  • Erst mit diesem Bescheid können Sie Ihr Kind an der Förderschule oder, im Fall einer integrativen Unterrichtung, an der Regelschule anmelden. Die Anmeldung kann auch an einer geeigneten Förderschule in freier Trägerschaft erfolgen, die als Ersatzschule genehmigt ist.
  • Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung im Rahmen der verfügbaren Ausbildungsplätze.

Erforderliche Unterlagen

Für die Anmeldung an der Grundschule:

  • Geburtsurkunde Ihres Kindes

Es werden folgende Daten aufgenommen:

  • Name und Vorname der Eltern und des Kindes
  • Geburtsdatum und Geburtsort des Kindes
  • Geschlecht des Kindes
  • Anschrift der Eltern und des Kindes
  • Telefonnummer, Notfalladresse
  • Staatsangehörigkeit des Kindes (mit Einwilligung der Eltern)
  • Religionszugehörigkeit des Kindes (mit Einwilligung der Eltern)
  • Art und Grad einer Behinderung und chronische Krankheiten, soweit sie für den Schulbesuch von Bedeutung sind (mit Einwilligung der Eltern)
  • ob im Jahr vor der Schulaufnahme ein Kindergarten besucht wird

Für die Anmeldung an der Förderschule:

  • Bescheid der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur (ab 01.01.2018 Landesamt für Schule und Bildung) über die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs Ihres Kindes

Fristen

keine

Die Termine für die Einschulung werden unterschiedlich bekannt gegeben. Einige Grundschulen verschicken Einladungen an die Eltern, deren Kinder in ihrem Schulbezirk wohnen. In anderen Gemeinden werden die Termine durch einen öffentlichen Aushang oder in der Zeitung bekannt gegeben. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte persönlich an die Grundschule.

Kosten (Gebühren)

keine

Über die Kosten des Besuchs einer Schule in freier Trägerschaft informieren Sie sich bitte an der betreffenden Schule.

Rechtsgrundlage

 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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   17.07.2017

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