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Berufliche Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer - Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragen (WeGebAU)

Antrag auf Gewährung eines Arbeitgeberzuschusses während einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme für beschäftigte geringqualifizierte Arbeitnehmer nach SGB II und SGB III

Allgemeine Informationen

Als Arbeitgeber können Sie unter bestimmten Voraussetzungen von der Bundesagentur für Arbeit während der Zeit einer beruflichen Weiterbildung Ihrer geringqualifizierten Arbeitnehmer einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten.

Um eine Förderung zu erhalten, muss die Weiterbildung unter anderem wegen eines fehlenden Berufsabschlusses als notwendig anerkannt worden sein und im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses durchgeführt werden.

Die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt können bis zur Höhe des Betrages erbracht werden, der sich als anteiliges Arbeitsentgelt für weiterbildungsbedingte Zeiten ohne Arbeitsleistung errechnet. Wird die Arbeitsleistung nur zeitweise durch die Weiterbildung eingeschränkt, orientiert sich die Zuschusshöhe an dem anteiligen Ausfall der Arbeitsleistung.

Berücksichtigt werden können

  • das vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlte Arbeitsentgelt
  • pauschaliert der Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag

Die Möglichkeit eines Zuschusses besteht bis zur Höhe des tariflichen beziehungsweise des für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgelts.

Hinweis: Ein Rechtsanspruch auf einen Zuschuss besteht nicht.

Weiterführende Informationen

Zuständige Stelle

Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit

Geben Sie Ihren Betriebsstandort ein

Voraussetzungen

Antragsberechtige (Lohnzuschuss)

  • Arbeitgeber/-innen von Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten

Weitere Voraussetzungen

Die betreffenden Beschäftigten haben

  • keinen Berufsabschluss oder arbeiten seit mindestens 4 Jahren nicht im erlernten Beruf oder
  • bei Beginn der Teilnahme das 45. Lebensjahr vollendet

Das Arbeitsverhältnis muss über die Gesamtdauer der Weiterbildung hinaus fortbestehen. Außerdem muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer für die Dauer der Weiterbildungsteilnahme unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen. Bei älteren Arbeitnehmern trägt das Unternehmen mindestens die Hälfte der Lehrgangskosten.

Anforderungen an die Weiterbildungsmaßnahme

  • die Maßnahme findet außerhalb des Betriebes statt
  • Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen
  • der Träger und die Maßnahme sind für die Förderung zugelassen

Tipp: Informieren Sie sich im Internetauftritt der Agentur für Arbeit über zugelassene Weiterbildungsangebote.

Verfahrensablauf

Beantragen Sie als Arbeitgeber/-innen einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildungsmaßnahme bei der Arbeitsagentur oder im Jobcenter.

  • Verwenden Sie für Ihren Antrag die vorgeschriebenen Formulare, Vordrucke und Informationsblätter erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Stelle.
  • Die zuständige Stelle lädt Sie zu einem Beratungsgespräch ein.
  • Liegen die Voraussetzungen bei Ihnen vor, erhalten Sie einen persönlichen Bildungsgutschein als Kostenzusage für eine zugelassene Weiterbildung.
Den Bildungsgutschein lösen Sie innerhalb der Gültigkeitsfrist für die Teilnahme an einer zugelassenen Weiterbildungsmaßnahme ein.

Formulare & Online-Dienste

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular
  • betriebliche Nachweise

Die Arbeitsagentur informiert Sie, welche Unterlagen im Einzelnen benötigt werden.

Fristen

Beantragung: vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme

Kosten (Gebühren)

keine

Rechtsgrundlage

 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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Sächsisches Staatsministerium des Innern, Redaktion Amt24, mit freundlicher Unterstützung durch die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit

   08.02.2018

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