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Aufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Ausländern ausstellen lassen

Allgemeine Informationen

Jeder EU-Bürger hat ein Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Dasselbe gilt unter bestimmten Voraussetzungen auch für Familienangehörige von EU-Bürgern, unabhängig davon, ob diese selbst Unionsbürger sind.

Freizügigkeit bedeutet das Recht, sich in der Europäischen Union frei zu bewegen, in jeden anderen Mitgliedstaat einzureisen und sich dort aufzuhalten und sich unter den gleichen Voraussetzungen wie Inländer wirtschaftlich betätigen zu können.

Das Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von EU-Bürgern (Freizügigkeitsgesetz / EU) regelt die Einreise und den Aufenthalt von Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ihrer Familienangehörigen.

Familienangehörige sind:

  • die Ehegattin oder der Ehegatte, der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin sowie die Verwandten in absteigender Linie der freizügigkeitsberechtigten EU-Bürger oder ihrer Ehepartner oder Lebenspartner, die noch nicht 21 Jahre alt sind und
  • die Verwandten in aufsteigender und in absteigender Linie der freizügigkeitsberechtigten EU-Bürger oder ihrer Ehepartner, die von diesen Unterhalt bekommen
Halten Sie sich für ein Studium in Deutschland auf, können sich nur Ihr Ehe- oder Lebenspartner und deren Kinder, denen Unterhalt gewährt wird, auf das Recht der Freizügigkeit berufen.

Weiterführende Informationen

Zuständige Stelle

Ausländerbehörde der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes

Geben Sie Ihren Wohnort ein:

Voraussetzungen

Sind Sie als Familienangehöriger selbst EU-Bürger oder Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen, Island und Liechtenstein) oder der Schweiz, dann haben Sie beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ein Recht auf Freizügigkeit.

  • Eine Bescheinigung als Nachweis Ihres Freizügigkeitsrechts als Familienangehöriger ist nicht erforderlich. Ausgenommen sind Familienangehörige von Schweizern, die auf Antrag eine Aufenthaltserlaubnis – CH als Nachweis des Aufenthaltsrechtes erhalten.
  • Kommen Sie als Familienangehöriger selbst weder aus einem EU-Mitgliedstaat, noch aus einem EWR-Staat oder der Schweiz, sondern aus einem anderen Staat (sogenannter Drittstaat), dann steht Ihnen ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht zu.
Hinweis: Freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen, die nicht EU-Bürger sind, kann eine Aufenthaltskarte ausgestellt werden, die fünf Jahre gültig ist.

Verfahrensablauf

Um eine Aufenthaltskarte zu erhalten, sollten Sie sich bei der zuständigen Stelle persönlich oder schriftlich melden.

  • Bei dieser erhalten Sie auch das Formular "Erhebungsbogen nach §  5  FreizügG/EU", sofern hier in Amt24 nicht in elektronischer Form verfügbar.
  • Sind alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, wird Ihnen innerhalb von 6 Monaten eine Aufenthaltskarte ausgestellt, die 5 Jahre gültig ist. Diese müssen Sie persönlich abholen.

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern: zusätzlich
    • Arbeitsvertrag oder Einstellungszusicherung beziehungsweise Arbeitsvertrag oder Einstellungszusicherung des Ehepartners oder Lebenspartners
  • bei selbstständig Erwerbstätigen: zusätzlich
    • Gewerbeschein oder Nachweis über die selbstständige Tätigkeit beziehungsweise Gewerbeschein oder Nachweis über die selbstständige Tätigkeit des Ehepartners oder Lebenspartners
  • Personenstandsurkunden (beispielweise Heirats-, Geburtsurkunde)
  • bei nicht Erwerbstätigen: zusätzlich
    • Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz und ausreichende Existenzmittel
  • bei Studierenden: zusätzlich
    • Immatrikulationsbescheinigung
  • biometrisches Foto

Fristen

Aufenthaltskarte: innerhalb von 6 Monaten nach Ihrer Niederlassung in Deutschland ausstellen lassen.

Achtung! Bei Fristverstreichung erhalten Sie von der zuständigen Stelle eine Meldeaufforderung.

Kosten (Gebühren)

Verwaltungsgebühren:

  • EUR 28,80
  • bei Personen, die noch nicht 24 Jahre alt sind: EUR 22,80

Rechtsgrundlage

 

Impressum  (Freistaat Sachsen)

Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Innern

Der Freistaat Sachsen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Er wird vertreten durch den Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV:
Andreas Kunze-Gubsch (Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

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Sächsisches Staatsministerium des Innern

   15.11.2016

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