Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende (nicht EU / EWR)

Beantragung einer Erlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung für ausländische Studierende nach § 16 Aufenthaltsgesetz (AufenthG)

Wenn Sie als ausländischer Bürger in Deutschland studieren, ist das Studium selbstverständlich der Hauptzweck Ihres Aufenthaltes. Um sich das Studium zu finanzieren, dürfen Sie als Bürger aus Staaten, die nicht der Europäischen Union (EU) oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehören, ohne Genehmigung einer Beschäftigung von höchstens 120 Tagen im Kalenderjahr nachgehen (alternativ auch 240 halben Tagen). Die Ausübung einer studentischen Nebentätigkeit an der Hochschule oder an einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung ist ohne zeitliche Einschränkung und ohne Genehmigung möglich.

Bei einer längeren Beschäftigung (auch Praktika!) – bezahlt oder unentgeltlich – benötigen Studierende aus sogenannten Drittstaaten immer vor Arbeitsbeginn die Zulassung durch die Agentur für Arbeit.

Eine längerfristige Erwerbstätigkeit (über 120 Tage) kann als Teilzeit nur zugelassen werden, wenn dadurch der auf das Studium beschränkte Aufenthaltszweck nicht verändert und das Studium nicht erschwert oder verlängert wird.

Achtung! Beginnen Sie erst mit der Arbeit, wenn Sie die Zulassung haben. Die Bestimmungen für ausländische Studierende sind sehr streng. Sie können ausgewiesen werden, wenn Sie dagegen verstoßen!

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Ausländerbehörde der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes

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Warum soll ich einen Ort angeben?
Mit Hilfe der Ortsangabe können wir die für Sie passenden Informationen, Formulare, Dienste und Ihre zuständige Stelle anzeigen.
Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Sie haben eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium, die eine Erwerbstätigkeit nicht verbietet.
  • Der Umfang der Beschäftigung wird das Kontingent der 120 Tage (beziehungsweise 240 halbe Tage) überschreiten.
Hinweis: Keine Einschränkungen gelten für
  • Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaates
  • Staatsangehörige eines Vertragsstaates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EU-Staaten sowie Island, Lichtenstein, Norwegen)
  • Staatsangehörige der Schweiz

Für studienfachbezogene Praktika gilt:

  • Sie sind an einer Hochschule immatrikuliert.
  • Sie sind zwischen 18 und 35 Jahre alt.
  • Es besteht ein unmittelbarer sachlicher Zusammenhang zwischen dem Fachstudium und dem Praktikum.
  • Die Dauer des Praktikums beträgt höchstens sechs Monate.

Verfahrensablauf

  • Beantragen Sie die Arbeitserlaubnis unbedingt vor Aufnahme einer Beschäftigung.

Stellt die zuständige Stelle Formulare zur Verfügung, nutzen Sie bitte diese, andernfalls genügt ein formloses Schreiben.

Studienfachbezogene Praktika

  • Der Praktikumsbetrieb füllt einen Erfassungsbogen und einen Praktikumsplan aus.

Vordrucke finden Sie im "Merkblatt für studienfachbezogene Praktika" der Arbeitsagentur (siehe Formulare & Online-Dienste).

Fristen

Befristung: in der Regel auf die Dauer der Beschäftigung

Hinweise (Besonderheiten)

Die Bundesagentur für Arbeit kann auch in eigener Zuständigkeit Fachpraktika von ausländischen Studierenden, die an einer Hochschule im Ausland immatrikuliert sind, vermitteln und genehmigen.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern. 07.02.2019