Techniker / Betriebswirte / Gestalter (Fachschulniveau), Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation beantragen

Wenn Sie im Ausland einen Berufsabschluss als Techniker/-in / Betriebswirt/-in / oder Gestalter/-in erworben haben, können Sie diesen als gleichwertig mit einem entsprechenden Fachschulabschluss anerkennen lassen.

Sie haben im Freistaat Sachsen einen Rechtsanspruch auf die Prüfung der Gleichwertigkeit Ihrer beruflichen Qualifikationen mit einem landesrechtlich geregelten Abschluss der Fachschule als

Staatlich geprüfte Technikerin / Staatlich geprüfter Techniker eines Fachbereichs

  • Bautechnik
  • Bekleidungstechnik
  • Bergbautechnik
  • Bohrtechnik
  • Chemietechnik
  • Elektrotechnik
  • Farb- und Lacktechnik
  • Feinwerktechnik
  • Gebäudesystemtechnik
  • Geologietechnik
  • Gießereitechnik
  • Glastechnik
  • Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Holztechnik
  • Informatik
  • Kältetechnik,
  • Kälte- und Klimasystemtechnik
  • Fahrzeugtechnik
  • Kunststofftechnik
  • Lebensmitteltechnik
  • Maschinentechnik
  • Mechatronik
  • Medizintechnik
  • Metallbautechnik
  • Textiltechnik
  • Umweltschutztechnik

Staatlich geprüfte Betriebswirtin für Betriebswirtschaft / Staatlich geprüfter Betriebswirt eines Fachbereichs

  • Betriebswirtschaft
  • Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Wohnungswirtschaft

Staatlich geprüfte Gestalterin / Staatlich geprüfter Gestalter eines Fachbereichs

  • Kommunikationsdesign
  • Produktdesign

Sie können auch ohne eine Anerkennung in diesen Berufen arbeiten, sie sind  im Freistaat Sachsen nicht reglementiert. Dennoch kann eine Anerkennung sinnvoll sein, damit Ihre berufliche Befähigung von einem Arbeitgeber angemessen berücksichtigt werden kann. Das Verfahren der Gleichwertigkeitsfeststellung ist im Sächsischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (SächsBQFG) geregelt.

Für die Feststellung der Gleichwertigkeit beziehungsweise eine Anerkennung überprüft das Landesamt für Schule und Bildung (ehemals Sächsische Bildungsagentur) auf der Grundlage Ihrer Nachweise, ob und in welchem Umfang Ihre ausländische Qualifikation den jeweiligen Abschlüssen im Freistaat Sachsen entspricht. Ihre einschlägige Berufserfahrung wird ebenso berücksichtigt wie weitere einschlägige Qualifikationen, zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen.

Achtung! Die Gleichwertigkeit "Grüner Berufe" aus dem Ausland mit Abschlüssen an landwirtschaftlichen Fachschulen des Freistaates Sachsen prüft das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. 

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden, Referat 42

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle weitere Informationen zu der für Sie zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben
Warum soll ich einen Ort angeben?
Mit Hilfe der Ortsangabe können wir die für Sie passenden Informationen, Formulare, Dienste und Ihre zuständige Stelle anzeigen.
Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Leistungsdetails

Weiterführende Informationen

Telefonische Beratung zur Anerkennung auf Deutsch und Englisch: Hotline "Arbeiten und Leben in Deutschland" Tel.: +49 30 1815-1111

Formular: –> Einheitlicher Ansprechpartner, Beauftragung – Antrag

Postfach für elektronisch verschlüsselte und signierte E-Mails:

Voraussetzungen

Sie beantragen erstmals in Deutschland die Anerkennung Ihrer ausländischen Berufsqualifikation.

Verfahrensablauf

Lassen Sie sich vor der Antragstellung durch die Mitarbeiter der Informations- und Beratungsstelle IBAS oder direkt beim Landesamt für Schule und Bildung beraten. Die Beratungen sind für Sie kostenfrei und vertraulich.

  • Die Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation beantragen Sie beim Landesamt für Schule und Bildung ("Zuständige Stelle").
  • Den Antrag und die erforderlichen Unterlagen können Sie auf dem Postweg, persönlich oder elektronisch einreichen (elektronischer Zugang für verschlüsselte und signierte Nachrichten ausschließlich über anerkennung-beruf-ausland@sbad.sachsen.de).
  • Sobald Ihre Antragsunterlagen vollständig vorliegen, nimmt die zuständige Stelle die Prüfung vor, gegebenenfalls fordert sie weitere Unterlagen an.
  • Die Prüfung erfolgt nach festgelegten formalen Kriterien (vor allem Inhalt und Dauer der Ausbildung). Ihre Berufserfahrung wird ebenso berücksichtigt wie weitere einschlägige Qualifikationen (vor allem Fort- und Weiterbildungen).
  • Sie erhalten über das Ergebnis der Prüfung einen schriftlichen Bescheid. Dieser enthält auch Hinweise darauf, welche Qualifikationen Ihnen eventuell für eine volle Anerkennung fehlen und wie Sie diese ausgleichen können.

Erforderliche Unterlagen

  • schriftlicher Antrag mit tabellarischer Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und der ausgeübten Erwerbstätigkeiten, jeweils in deutscher Sprache
  • Identitätsnachweis (Reisepass, Personalausweis, Aufenthaltstitel) in beglaubigter Kopie
  • im Ausland erworbene schulische und Berufsbildungsnachweise in beglaubigter Kopie sowie in deutscher Übersetzung
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrung oder sonstige Befähigungsnachweise, jeweils in beglaubigter Kopie sowie in deutscher Übersetzung
  • Erklärung, dass noch kein Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit gestellt wurde
  • Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung im Ausbildungsstaat, wenn der Beruf auch dort reglementiert ist
  • Erklärung mit geeigneten Nachweisen, dass eine Erwerbstätigkeit entsprechend der Berufsqualifikation im Freistaat Sachsen beabsichtigt ist (entfällt für Antragsteller mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der EU, des EWR oder einem durch Abkommen gleichgestellten Staat sowie für Staatsangehörige dieser Staaten)
Wichtig! Übersetzungen müssen von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin angefertigt sein, die öffentlich bestellt und beeidigt ist.

Fristen

  • Antragsfrist: keine
  • Kostenfreiheit für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz: 3 Jahre ab dem Zeitpunkt des ständigen Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland
  • Widerspruch / Klage: innerhalb 1 Monats nach Bekanntgabe des Bescheides (Details in der Rechtsbehelfsbelehrung zum Bescheid)

Kosten (Gebühren)

  • Verwaltungsgebühr: EUR 30,00 – EUR 400,00 (aufwandsabhängig)
  • gegebenenfalls Auslagen (z. B. für Beglaubigungen, Beurkundungen, Übersetzungen oder Gutachten)
  • für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz: keine

Bearbeitungsdauer

bis zu 4 Monate (nach Eingang der vollständigen Unterlagen)

Hinweise (Besonderheiten)

Elektronische Signatur / Unterschrift – wie kann ich elektronisch unterschreiben?

Um das Unterschriftenerfordernis auch bei elektronischer Antragstellung erfüllen zu können, ist eine qualifizierte elektronische Signatur nötig. Nur dadurch kann die sichere Identitätsfeststellung des Absenders gewährleistet werden.

Ihr Antrag sowie die notwendigen Erklärungen erfordern Ihre eigenhändige Unterschrift. Ihr Antragsformular muss nach deutschem Recht mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein, um als unterschrieben zu gelten. Dafür benötigen Sie ein entsprechendes Programm. Elektronische Signaturen können Sie erwerben bei:

  • Vertrauensdiensteanbietern (lt. Verzeichnis der Bundesnetzagentur) oder
  • der Bundesdruckerei (für Bürger mit neuem Personalausweis/nPA oder elektronischem Aufenthaltstitel)

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24. 20.11.2018