Ausübungsberechtigung für andere Handwerke

nach § 7a Handwerksordnung

Wenn Sie ein zulassungspflichtiges Handwerk als stehendes Gewerbe selbständig betreiben möchten, muss eine Eintragung in der Handwerksrolle erfolgen. Zum stehenden Gewerbe gehört jeder Gewerbebetrieb, dessen Tätigkeit nicht dem Reisegewerbe oder dem Marktverkehr zuzurechnen ist.

Die zulassungspflichtigen Handwerke sind in der Anlage A zur Handwerksordnung aufgeführt.

In die Handwerksrolle wird nach § 7 Abs. 1a HwO eingetragen, wer in dem zu betreibenden Handwerk die Meisterprüfung bestanden hat. Liegt die deutsche Meisterprüfung oder eine ihr gleichgestellte Prüfung nach § 7 Abs. 2 HwO für das auszuübende Handwerk nicht vor, besteht die Möglichkeit eine Ausübungsberechtigung zu erhalten.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Handwerkskammer (HWK)

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Warum soll ich einen Ort angeben?
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Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Sie betreiben nach § 1 HwO bereits ein Handwerk und sind somit in der Handwerksrolle eingetragen

Nach § 7a HwO können Sie zusätzlich für ein anderes Gewerbe der Anlage A oder für wesentliche Tätigkeiten dieses Gewerbes eine Ausübungsberechtigung erhalten. Dafür müssen Sie die jeweils erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen können. Dabei sind auch die bisherigen beruflichen Erfahrungen und Tätigkeiten zu berücksichtigen.

Der Nachweis erfolgt über:

  • Zeugnisse (Gesellenbrief, Hoch- oder Fachschulzeugnis oder sonstige Zeugnisse staatlich anerkannter Technikerschulen)
  • Ihren bisherigen beruflichen Werdegang (Arbeitszeugnisse, Referenzen etc.)

Belege über Besuch von Fachkursen und Referenzschreiben von Arbeit- beziehungsweise Auftraggebern sind vorteilhaft um Ihre bisherige berufliche Erfahrung und Tätigkeit zu berücksichtigen.

Sollte sich dieser Nachweis nicht zweifelsfrei ergeben, so ist ein Sachkundenachweis zu erbringen.

Die Ausübungsberechtigung kann nach § 7a Abs. 2 i. V. m. § 8 Abs. 2 HwO auch unter Auflagen, Bedingungen oder befristet erteilt beziehungsweise auf einen wesentlichen Teil der Tätigkeitenbeschränkt werden, die zu einem in der Anlage A aufgeführten Handwerk gehören.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung und
  • Ihre Zeugnisse und Nachweise

Fristen

variabel

Beachten Sie alle Hinweise, denn diese bieten Ihnen Gewähr dafür, dass eine Erteilung Ihrer Ausübungsberechtigung rasch und reibungslos abgewickelt werden kann.

Kosten (Gebühren)

variabel

Für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung fallen Gebühren nach dem Gebührenverzeichnis der jeweiligen Handwerkskammer in Verbindung mit dem jeweils gültigen Sächsischen Kostenverzeichnis (SächsKVZ) an.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Handwerkskammern. 10.04.2019