Grundsteuer

Grundsteuer müssen grundsätzlich alle zahlen, die über Grundbesitz verfügen. Sie ist eine Steuer, die die Stadt oder Gemeinde für den in ihrem Gebiet liegenden Grundbesitz festsetzt und erhebt. Im Gegensatz zur Grunderwerbsteuer, die nur einmal mit dem Erwerb des Grundstücks fällig ist, wird die Grundsteuer jährlich erhoben.

Für die Grundsteuer gelten ab 2025 unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern. Falls Sie nicht nur in Sachsen über Grundbesitz verfügen, informieren Sie sich bitte auch über die dort geltenden Regelungen.

Grundsteuer-Arten

Es gibt

  • die Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und
  • die Grundsteuer B für Grundstücke des Grundvermögens.

Grundvermögen ist das Eigentum an Grund und Boden, gegebenenfalls einschließlich Gebäude.

Grundsteuer A und B unterscheiden sich in der Höhe des Hebesatzes, den die Gemeinde festlegt.

  • die Grundsteuer C (ab 2025)

Ab 2025 können die Städte und Gemeinden alternativ für unbebaute baureife Grundstücke diese Grundsteuer mit gesondertem Hebesatz erheben.

Bemessung

Für die Bemessung der Grundsteuer sind drei Arbeitsschritte erforderlich:

  1. Feststellung des Wertes des Grundstücks bzw. des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft durch das Finanzamt
  2. Festsetzung des Grundsteuermessbetrags durch Multiplikation des oben genannten Werts mit einer Grundsteuermesszahl, ebenfalls durch das Finanzamt
  3. Festsetzung der Grundsteuer durch die Gemeinde. Diese multipliziert dazu den Grundsteuermessbetrag mit dem gemeindlichen Hebesatz.
    Erst der Grundsteuerbescheid der Gemeinde löst eine Zahlungsverpflichtung aus.

Neubewertung zum 01.01.2022 ("Hauptfeststellung")

Alle Grundstücke und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sind zum 01.01.2022 für Zwecke der Grundsteuer neu zu bewerten. Auf diesen Stichtag wird erstmalig der Grundsteuerwert festgestellt (sogenannte Hauptfeststellung). Dafür müssen alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zwischen dem 01.07. und dem 31.10.2022 eine elektronische Steuererklärung (sogenannte Feststellungserklärung) abgeben.

Nach jeweils sieben Jahren erfolgt die nächste turnusmäßige Feststellung des Grundsteuerwerts.

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