Keinen Ärger mit den Nachbarn!

Wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebensansichten und Gewohnheiten aufeinander treffen, können mitunter Konflikte entstehen. Damit das Leben mit dem Nachbarn dennoch annehmbar bleibt, gibt es bestimmte Vorschriften, die das Miteinander regeln und erleichtern sollen.

"Immer dieser Lärm!"

Rasenmäher, Laubsauger, Kinder, Partys – das kann manchem Nachbar einmal zu laut werden. Aus diesem Grund gibt es Ruhezeiten, die in jedem Bundesland, aber auch in jeder Hausordnung, verschieden sein können.  [...]

Die üblichen Ruhezeiten sind zwischen 22:00 Uhr und 07:00 Uhr sowie zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. Zu diesen Zeiten sollten Sie beispielsweise keinen Rasen mähen oder musizieren, wenn Sie Streitigkeiten mit Ihren Nachbarn vermeiden wollen.

"Sie pflanzen auf meinem Grundstück!"

Am häufigsten entstehen Konflikte zwischen Hauseigentümern, wenn es um Grundstücksfragen geht, zum Beispiel wenn ein Nachbar sein Grundstück einzäunen oder einen Baum pflanzen möchte. Das Sächsische Nachbarrechtsgesetz sieht dafür verschiedene Reglungen vor.  [...]

So beträgt der Grenzabstand – innerhalb von im Zusammenhang bebauten Ortsteilen – für

    • Bäume, Sträucher und Hecken bis zu einer Höhe von zwei Metern mindestens einen halben Meter,
    • bei Pflanzen mit einer Höhe von über zwei Metern mindestens zwei Meter.

Außerhalb von im Zusammenhang bebauten Ortsteilen ist ein Pflanzabstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

Was tun bei Streitigkeiten?

Lassen sich Streitigkeiten mit dem Nachbar nicht durch ein Gespräch klären, gibt es die Möglichkeit, einen außergerichtlichen Schlichtungsversuch zu unternehmen. Dabei können Sie sich an eine der über 300 Schiedsstellen in Sachsen wenden.

Kann durch eine Schiedsstelle keine Lösung des Konflikts herbeigeführt werden, sollten Sie sich von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten lassen.

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Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium der Justiz, Redaktion Amt24. 10.07.2019