Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit, Meldung beim Finanzamt

Anzeige über die Erwerbstätigkeit nach § 138 Abgabenordnung (AO)

Wenn Sie eine freiberufliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie das dem Finanzamt innerhalb eines Monats mitteilen. Dafür genügt ein formloses Schreiben. Unabhängig davon, wo Sie Ihre freiberufliche Tätigkeit aufnehmen, geben Sie diese Meldung bei dem Finanzamt ab, das für Ihren Wohnort zuständig ist.

Hinweis: Als Freiberufler unterliegen Sie nicht der Pflicht zur Anmeldung beim Gewerbeamt der zuständigen Gemeinde.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Finanzamt

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle weitere Informationen zu der für Sie zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben
Warum soll ich einen Ort angeben?
Mit Hilfe der Ortsangabe können wir die für Sie passenden Informationen, Formulare, Dienste und Ihre zuständige Stelle anzeigen.
Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Service details

Weiterführende Informationen

Voraussetzungen

Zur freiberuflichen Tätigkeit gehören nach § 18 Einkommensteuergesetz (EStG) im Wesentlichen bestimmte selbstständige Berufstätigkeiten (so genannte "Katalogberufe“) wie beispielsweise die der

  • Ärzte,
  • Rechtsanwälte,
  • Heilpraktiker,
  • Krankengymnasten,
  • Ingenieure,
  • Krankengymnasten,
  • Journalisten.

und selbstständig ausgeübte Tätigkeiten, zum Beispiel die

  • wissenschaftliche,
  • künstlerische,
  • schriftstellerische,
  • unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit. 

Damit es sich um freiberufliche Einkünfte handelt, muss die Tätigkeit in der Rechtsvorschrift des § 18 Einkommensteuergesetz (EStG) ausdrücklich aufgeführt oder zumindest den genannten Katalogberufen ähnlich sein. Ähnlichkeit besteht, wenn die Berufsbilder in wesentlichen Punkten übereinstimmen – das heißt, die Ausbildung und die berufliche Tätigkeit müssen vergleichbar sein. Darüber hinaus müssen Sie über Fachkenntnisse verfügen, die Sie befähigen, das Unternehmen leitend und eigenverantwortlich zu führen.

Verfahrensablauf

Senden Sie dem Finanzamt ein formloses Schreiben, in dem Sie über die Aufnahme Ihrer freiberuflichen Tätigkeit informieren.

  • Das Finanzamt sendet Ihnen einen Fragebogen zu (auch abrufbar hier in Amt24).
  • Füllen Sie den Vordruck nach bestem Wissen und Gewissen aus und unterschreiben Sie das Formular.
  • Den Fragebogen senden Sie gemeinsam mit den erforderlichen Unterlagen zurück ans Finanzamt.
Tipp: Als Einzelunternehmer können Sie den Vordruck über "ElsterOnline" elektronisch dem Finanzamt übermitteln.

Erforderliche Unterlagen

  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung  "Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit / Beteiligung an einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" (Zusendung durch das Finanzamt oder Abruf in Amt24)
  • Nachweis der beruflichen Tätigkeit und der fachlichen Qualifikation
  • Nachweis zur Gründung (Verträge)

Sollten weitere Nachweise und Unterlagen erforderlich sein, teilt Ihnen das Ihr Finanzamt mit.

Fristen

Meldefrist: ein Monat nach Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium der Finanzen