Berufskraftfahrer-Qualifikation, Ausbildungsstätten anerkennen

Wer Fahrten im Güterkraft- oder Personenverkehr zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen durchführt muss sich qualifizieren und weiterbilden. Wenn Sie als Träger einer Ausbildungsstätte Schulungen zur beschleunigten Grundqualifikation beziehungsweise Weiterbildung anbieten möchten, muss Ihr Unternehmen eine anerkannte Ausbildungsstätte sein.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Anerkennung – gesetzlich und staatlich. Folgende Ausbildungsstätten sind gesetzlich anerkannt und müssen daher keine weitere Anerkennung beantragen:

  • Fahrschulen im Rahmen einer Fahrschulerlaubnis der Klassen CE (Lkw) oder DE (Bus)
  • Ausbildungsbetriebe, die eine Berufsausbildung in den Ausbildungsberufen "Berufskraftfahrer/in", "Fachkraft zum Fahrbetrieb" durchführen und hierfür von der Industrie- und Handelskammer anerkannt sind
  • Träger einer Umschulung zum/zur "Berufskraftfahrer/in" oder "Fachkraft im Fahrbetrieb" mit Anerkennung der Industrie- und Handelskammer

Gehört Ihr Unternehmen zu keiner der oben genannten Gruppen, müssen Sie eine amtliche Anerkennung beantragen. Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, erhalten Sie eine staatliche Anerkennung.

Wenn Sie landes- oder bundesweit Schulungen anbieten wollen, ist es erforderlich, für jedes Bundesland, in dem sich der Schulungsraum befindet, einzeln eine Anerkennung zu beantragen. Daher müssen Sie sich an jedem Veranstaltungsort an die jeweils zuständige Anerkennungsbehörde wenden.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), Referat 43

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Service details

Voraussetzungen

  • Träger muss über personelle und sächliche Voraussetzungen verfügen
  • Beschäftigung einer ausreichenden Anzahl an qualifizierten Ausbildern
  • Nachweis geeigneter Räumlichkeiten und Unterrichtsmaterialien sowohl für die praktische als auch für die theoretische Ausbildung
  • Gewährleistung der fortlaufenden Weiterbildung des Lehrpersonals
  • Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit des Trägers 

Wenn Sie die entsprechenden Voraussetzungen nachweisen, können Sie sowohl Kurse zur beschleunigten Grundqualifikation als auch zur Weiterbildung anbieten.

Im Rahmen des Antragsverfahrens müssen Sie nachweisen dass Sie alle in der "Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes" beschriebenen Inhalte im Rahmen der Schulungen vermitteln können.

Die Ausbildungsstätten müssen zudem Nachweise (Teilnehmerbescheinigungen) über die jeweils erbrachten Leistungen ausstellen.

Verfahrensablauf

Zur Anerkennung als Ausbildungsstätte müssen Sie beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) einen schriftlichen Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen einreichen.

Erforderliche Unterlagen

Ihr Antrag muss folgende Angaben und Nachweise enthalten:

  • Angaben zu den Ausbildungsräumen
    • Raumskizze mit Größen- und Höhenangaben
    • Erklärung über die Bestuhlung mit Angabe zur maximalen Teilnehmerzahl
    • Fotos von den Ausbildungsräumen (zum Beispiel sichtbare Technik, Bestuhlung)
    • Nutzungs- bzw. Mietverträge für die Ausbildungsräume
  • Angaben zu den Ausbildern
    • Anzahl der Ausbilder
    • Nachweise über fachliche Eignung für die zu schulenden Kenntnisbereiche
    • Nachweise über didaktische und pädagogische Kenntnisse
    • Nachweise über aktuelle Weiterbildung des Lehrpersonals (nicht älter als vier Jahre)
    • Einsatzgebiet (Kenntnisbereiche)
  • Angaben zum Ausbildungsprogramm beschleunigte Grundqualifikation einschließlich der
    • Themengebiete
    • geplante Durchführung (Medien, Ausbilder)
    • Stundenpläne
    • Unterrichtsmethoden
    • Lehrmittel
  • Angaben zum Ausbildungsprogramm Weiterbildung einschließlich der
    • Themengebiete
    • geplante Durchführung (Medien, Ausbilder)
    • Stundenpläne
    • Unterrichtsmethoden
    • Lehrmittel
  • Angaben zu den eingesetzten Ausbildungsfahrzeugen
  • Angaben zu den Übungsplätzen für praktische Übungen
  • Angaben zur vorgesehenen Teilnehmerzahl
  • Nachweis(e) über die Zuverlässigkeit der zur Vertretung des Antragstellers berechtigten Personen, zum Beispiel:
    • Auszug aus dem Verkehrszentralregister
    • Führungszeugnis
    • Unbedenklichkeitserklärung Finanzamt
    • Unbedenklichkeitserklärung Sozialversicherung – Rentenversicherung)
Hinweis: Eine detaillierte Aufstellung aller erforderlichen Unterlagen finden Sie in der Checkliste.

Kosten (Gebühren)

 Staatliche Anerkennung als Ausbildungsstätte: EUR 51,10 bis EUR 511,00

Hinweise (Besonderheiten)

Teilnahmebescheinigungen

Form und Inhalt der Teilnahmebescheinigungen schreibt die Berufskraftfahrer-Qualikations-Verordnung zwingend vor. Musterbescheinigungen gemäß Anlagen 2a, 2b und 3 der Verordnung sind im Download-Center das Landesamtes für Straßenbau und Verkehr unter der Rubrik "Verkehrsrecht" abrufbar.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. 14.06.2019