Informationen zu Amt24

Amt24-Verfahrensmanagement

Auf Amt24 werden die bisher üblichen Online-Formulare ab Herbst 2018 sukzessive durch Online-Verfahren ersetzt. Bis Ende 2022 sollen alle Verwaltungsverfahren online beantragt und abgewickelt werden können – so verlangt es das Onlinezugangsgesetz. Der Freistaat Sachsen schafft mit Amt24 für alle kommunalen und staatlichen Behörden die Voraussetzungen dafür, diese Anforderung zu erfüllen, denn Amt24 bietet den dafür notwendigen Werkzeugkasten zur Mitnutzung.

Die Implementierung des Amt24-Verfahrensmanagements hat damit momentan die höchste Priorität. Die Produktivsetzung der technischen Voraussetzungen ist bis 30.09.2018 vorgesehen. Dafür ist speziell auch die Einrichtung von Servicekonten Voraussetzung. Spätestens ab Jahresbeginn 2019 sollen dann die ersten Online-Verfahren über Amt24 abgewickelt werden können.

Im Mai 2018 fanden Veranstaltungen zur Information und Schulung von Verfahrenseignern und mit der Umsetzung beauftragten IT-Dienstleistern statt. Im Anschluss können auf einer geeigneten Umgebung bereits Verwaltungsprozesse modelliert und getestet werden. Ab Oktober 2018 ist es möglich, erste Verwaltungsprozesse im Serviceportal anzulegen.

E-Government-Basiskomponente Formularservice

Mit dem Amt24-Verfahrensmanagement stellt die Landesregierung erstmals ein universell einsetzbares Instrumentarium zur Modellierung von Online-Antragsverfahren zur Verfügung. Klassische PDF-Formulare genügen den Anforderungen einer medienbruchfreien Antragsstellung nicht. Deshalb wird die Basiskomponente Formularservice bis spätestens 31.12.2022 durch das Amt24-Verfahrensmanagement abgelöst. Den Hintergrund für diese strategische Entscheidung bildet das Onlinezugangsgesetz, das vorschreibt, dass alle Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger und für Unternehmen bis Ende 2022 auch online beantragt werden können.

Dennoch wird der Betrieb der BaK Formularservice bis Ende 2022 aufrechterhalten. Alle Formulare, die derzeit in der BaK gehalten werden, können auch weiterhin sowohl über Amt24 als auch über andere Anwendungen und Zugänge abgerufen werden. Auch die Anwendungsbetreuung ist vollumfänglich gewährleistet - mindestens bis 2020, darüber hinaus noch eingeschränkt bis zur vollständigen Migration aller Formulare bzw. Verfahren in das Amt24-Verfahrensmanagement. Ab Produktivsetzung des Amt24-Vefahrensmanagements werden jedoch keine neuen Mandanten mehr in der BaK Formularservice angelegt. Wir raten zudem davon ab, nach dem Zeitpunkt der Produktivsetzung neue Formulare in der BaK zu setzen. Neue Anträge sollten dann konsequent im Amt24-Verfahrensmanagement als online-Antragsverfahren entwickelt werden. Auch wenn umfangreichere Änderungen an bestehenden Formularen in der BaK Formularservice vorgenommen werden sollen, empfehlen wir anstelle einer Überarbeitung der Formulare die Übertragung in das Amt24-Verfahrensmanagement.

In der Übergangszeit von mehr als vier Jahren sollten alle Formulare, die zurzeit in der BaK-Formularservice gehalten werden, in das neue System migriert werden. An die Stelle der bisher üblichen PDF- oder HTML-Formulare treten damit dynamische Eingabemasken, deren Eingabefelder sich den jeweiligen Eingaben anpassen und die dazu geeignet sind, an die Fachverfahren der Behörden gekoppelt zu werden.

Active Directory

Das Active Directory (AD) der Landesverwaltung wird durch das noch 2018 einzuführende Servicekonto nicht abgelöst. Stattdessen sollen das AD beziehungsweise die damit verknüpften Identitäts- und Zugriffsmanagementsysteme langfristig in einem separaten Projekt weiter ausgebaut und zur Authentifizierung gegenüber weiteren Systemen genutzt werden können. Ziel ist es, dass Verwaltungsmitarbeiter über das zentrale AD-Login auf möglichst viele Systeme zugreifen können (sofern sie für den jeweiligen Zugriff berechtigt sind) und kein separates Login benötigen.

So gibt es auch für das Servicekonto die Überlegung, für dienstlich genutzte Konten den Zugriff über das zentrale AD-Login zu realisieren. Die Nutzung des Servicekontos wird damit für die Landesbehörden erleichtert, da kein separates Login für das Servicekonto benötigt wird.

Start des neuen Serviceportals Amt24 im März 2018

Seit dem 26.03.2018 ist das Serviceportal Amt24 auf der neuen technologischen Plattform mit komplett neu entwickelter Software zu finden. Die erweiterungsfähige Plattform ist ein Meilenstein auf dem Weg vom »Informations- zum Leistungsportal«, also in Richtung vollelektronischer Verwaltungsprozesse.

Vollständig überarbeitet wurde nicht nur die Nutzeroberfläche von Amt24, sondern im Hintergrund auch das gesamte Pflegesystem. Auf Sie als Behördenredakteur/in oder Amt24-Lektor/in kommen einige Neuerungen zu. Eine umfangreiche Palette neuer Funktionen steht bereit, die Behördendaten flexibler zu verwalten. In den Lebenslagen und Leistungen tragen unsere fachlichen Berater Korrekturen und Ergänzungen direkt in die Texte ein, ohne Textänderungen per E-Mail und Word-Dokument an die Redaktion zu schicken.

Wie immer bei einem Neustart sind die Veränderungen anfangs gewöhnungsbedürftig, und manches mag hier und da noch »klemmen«. Dahinter steht auch, dass der Freistaat Sachsen in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg die Serviceplattform stetig weiterentwickelt, in den nächsten Jahren kommen weitere Funktionen und Systembestandteile hinzu.

Unterstützung bei der Datenpflege

Sollten Sie an einer Stelle nicht weiterwissen oder ein Vorgang nicht wie vermutet ablaufen, rufen Sie uns bitte an oder schreiben eine E-Mail. Die Anwendungsbetreuung beim Staatsbetrieb Informatik-Dienste und die Amt24-Redaktion bei der Sächsischen Staatskanzlei unterstützen Sie nach Kräften.

Sowohl als Administrator als auch Redakteur sind Sie mit einem Rechtepaket ausgestattet, mit dem Sie die Behördendaten Ihrer Verwaltung bearbeiten können. Bitte gehen Sie der Reihe nach alle Schaltflächen unter dem Reiter »Organisationseinheit« durch.

Daten standardgerecht eingeben

Sie werden sehen, dass wie mitgeteilt alle Daten aus dem bisherigen Redaktionssystem übernommen wurden. Um die Daten strukturiert anzeigen und die Schnittstellen zu anderen Systemen korrekt bedienen zu können, ist es notwendig, die Datenfelder korrekt zu befüllen. Dies betrifft insbesondere die Öffnungszeiten, die tagesgenau eingetragen werden müssen.

Ebenso ist das Pflichtfeld zur Barrierefreiheit so umfassend wie möglich zu beschreiben: Geben Sie hier Möglichkeiten zum barrierefreien Zugang, zur Erreichbarkeit mit ÖPNV, zu Sonderparkplätzen und sonstigen Serviceangeboten Ihrer Behörde an.

Organisationseinheiten strukturieren

Sollten Sie bisher Unterorganisationseinheiten wie Ämter, Sachgebiete und Ähnliches nicht als neue Organisationseinheiten strukturiert haben, so ist dies nun erforderlich: Legen Sie dazu unter Ihrer Organisationseinheit (»Stadtverwaltung XY«/»Ministerium ABC«) neue Untereinheiten an und befüllen für diese die erforderlichen Felder zu Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten. Hier ist es möglich, sowohl Kontaktpersonen als auch Funktionspostfach-Adressen anzugeben.

Auch müssen Sie ein Impressum für Ihren Mandanten hinterlegen.

Darüber hinaus gibt es freiwillige, aber durchaus empfehlenswerte Inhaltsbereiche: So können Sie beispielsweise ein Bild des Dienstgebäudes hochladen.

Handreichung

  • Sprach- und Formatierungsvorgaben: Bitte beachten Sie bei der Dateneingabe die Standards des bundesweiten Leistungskataloges (FIM-Baustein Leistungen: "QS-Kriterien Leika") –> FIM-Portal, Dokumente (https://www.fimportal.de/download-dokumente)
  • Online-Hilfe: Über das ?-Symbol erhalten Sie im Admincenter kontextgenaue Hinweise zur Seite, auf der Sie gerade arbeiten.

 

Ihr Amt24-Redaktionsteam