Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig [Staatsbetrieb Staatliche Kunstsammlungen Dresden]

Beschreibung

Gründungsjahr des Museums: 1869
Ausstellungsfläche: 4.200 qm

Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Das Völkerkundemuseum Leipzig wurde im Jahr 1869 gegründet und ist somit das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Seit 1925 ist sein Domizil das Grassimuseum am Johannisplatz. Das Grassimuseum, benannt nach dem Leipziger Kaufmann und Mäzen Franz Dominic Grassi, beherbergt drei Museen: das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Museum für Musikinstrumente.

Der von 1925 bis 1929 errichtete Gebäudekomplex gehört zu den wenigen Museumsneubauten der 1920er Jahre. Als betont sachlich ausgeführte Eisenfachwerkkonstruktion mit sparsam eingesetztem ornamentalen Bauschmuck aus der Formwelt des Art déco gruppiert sich der Baukörper um zwei große Innenhöfe. Wirkungsvolle Akzente werden durch die Verwendung von Rochlitzer Porphyrtuff gesetzt.

Das Grassimuseum wurde 1943 durch Brand- und Sprengbomben schwer zerstört. Nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau nur schrittweise und provisorisch. In den Jahren 2001 bis 2005 wurde das Gebäude grundlegend modernisiert und saniert. Erstmals seit Kriegsende sind die Museen in der Lage, ihre Sammlungen auf insgesamt 4.200 qm Ausstellungsfläche wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Die  Dauerausstellung

Farbenfrohe Kleidung, Waffen, Schmuck und andere Accessoires erzählen von Wanderungen, von kulturellen Kontakten, von einer engen Verbindung zwischen religiösem Denken, symbolischer Reflexion und praktischer Lebensgestaltung: präsentiert werden Kunst und Alltag in den Kulturen der Welt.  Die Dauerausstellung „Rundgänge in einer Welt“ lädt erstmals seit 100 Jahren wieder zu einer Reise durch alle Kontinente der Erde ein.  Sie ist nach Erdteilen bzw. Großregionen gegliedert  und spricht Kunstkenner genauso an wie Besucher, die sich für die Kultur der Völker interessieren. Gezeigt werden Neuerwerbungen der letzten Jahre, aber auch Exponate, die seit Jahrzehnten in die Magazine verbannt oder langjähriger Restaurierung unterworfen waren. Dazu zählen z.B. der Drachenfries aus dem frühen 17. Jahrhundert (ein Dachfirst-Schmuck aus China) und eine Minister-Amtsrobe vom Hofe des letzten unabhängigen Königreichs in Birma. Ebenso sind in den Ausstellungen noch nie gezeigte Kostbarkeiten zu finden, z.B. ein Federgewand der Ainu aus Japan und ein tibetisches Fischerboot aus Yakhaut. Aber auch Stücke, die schon immer bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen beliebt waren, werden bei den Besuchern zum Wiedererkennen und Neuentdecken „ihres“ Museums beitragen. Dies gilt für die vollständig eingerichtete mongolische Jurte, das Beduinenzelt und das indianische Tipi. Höhepunkte sind auch das indische Lehmhaus und ein Schlaf- und Wohnhaus von der Insel Niutao in Tuvalu. Diese traditionellen Häuser wurden, eigens für das Völkerkundemuseum, von indischen und polynesischen Hausbaumeistern errichtet.

Eintrittspreise alle Ausstellungen:

Erwachsene EUR 8,00
Ermäßigt EUR 6,00 (bis 16 Jahre ist der Eintritt frei)
Gruppenpreise, Führungspauschalen u. ä. entnehmen Sie bitte der Internetseite des Museums.
An jedem ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei!

Öffnungszeiten:

Di bis So 10-18 Uhr
(am 24. und am 31.12. geschlossen)

Persönlicher Kontakt

Anmeldung für Führungen, Projekttage, Kindergeburtstage ­ ­
Telefon
+49 341 97319 73

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