Datenschutzerklärung für das Serviceportal Amt24

Hiermit informieren wir Sie über die Art, den Umfang und die Zwecke der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Serviceportal Amt24. Um Ihre Daten zu schützen, streben wir höchstmögliche Datensparsamkeit und Transparenz bei der Verarbeitung personenbezogener Daten an. Durch die Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen ist sichergestellt, dass Ihre Daten zu jedem Zeitpunkt unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften geschützt sind.

Bestimmte Änderungen können unter Umständen Anpassungen an dieser Datenschutzerklärung erfordern, da sich zum Beispiel eingesetzte Technologien ändern. Die hier abrufbare Version stellt immer den aktuellen Stand dar.     

 

Inhaltsverzeichnis

1 Was sind das Serviceportal und das Servicekonto (Nutzerkonto)?

2 Was sind Online-Dienste?

3 Warum brauchen wir Ihre Einwilligung?

4 Wer sind Ihre Ansprechpartner für den Datenschutz?

5 Zu welchem Zweck verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten?

6 Welche Ihrer personenbezogenen Daten und weitere Daten verarbeiten wir?

7 Wie verarbeiten wir Ihre Daten?

8 Unter welchen Voraussetzungen dürfen wir Ihre Daten an weitere Empfänger weitergeben?

9 Wie lange speichern wir Ihre Daten?

10 Welche Rechte zu Auskunft, Widerspruch und Beschwerde haben Sie? Welche weiteren Rechte stehen Ihnen zu?

 

1 Was sind das Serviceportal und das Servicekonto (Nutzerkonto)?

Das Serviceportal Amt24 ist die zentrale E-Government-Plattform des Freistaates Sachsen. Auf Amt24 finden Sie wesentliche Informationen zu Behörden, öffentlichen Stellen und deren Verwaltungsverfahren. Das Serviceportal ermöglicht einen zentralen Zugang, über den Sie Verwaltungsleistungen vollständig oder teilweise online in Anspruch nehmen können (Online-Dienste). Um die Nutzung der Online-Dienste zu erleichtern, besteht die Möglichkeit, dass Sie ein Servicekonto (Nutzerkonto) anlegen.

Das Servicekonto ermöglicht die zentrale Anmeldung am Serviceportal und hierüber auch an weiteren Portalen und Verfahren. Im Servicekonto integriert sind eine Postfach-Funktion sowie ein Datei-Speicher (Dokumentensafe). Diese Funktionen unterstützten Sie bei der Kommunikation mit Verwaltungsstellen und bei der Nutzung von Online-Diensten. 
 

Postfach

Im Postfach können Sie Nachrichten der Verwaltung sicher empfangen, beantworten sowie eigene Nachrichten versenden. Die Nutzung des Postfach-Dienstes dient ausschließlich der Kommunikation mit der Verwaltung.

Bei der Registrierung Ihres Servicekontos gaben Sie eine bzw. mehrere E-Mail-Adressen an. Wir verwenden diese nur zur Kommunikation mit Ihnen bzw. den für das Servicekonto berechtigten Personen. Unter anderem informieren wir Sie über die hinterlegte Haupt-E-Mail-Adresse über neue Nachrichten in Ihrem Postfach.
 

Dokumentensafe

Im Dokumentensafe können Sie Dokumente geschützt speichern, um Sie einfacher in Online-Diensten als Nachweis beifügen zu können.

Wichtig ist dabei, dass Sie weiterhin alle Dokumente selbst in Ihren lokalen Systemen sichern. Der Dokumentensafe stellt nur eine Komfortfunktion dar und entbindet Sie nicht von einer selbstständigen Sicherung relevanter Dokumente. Die Sächsische Staatskanzlei haftet nicht für Schäden, die durch die zeitweise oder dauerhafte Nicht-Verfügbarkeit des Dokumentensafes bzw. der darin abgelegten Dokumente entstehen.

 

2 Was sind Online-Dienste?

Online-Dienste sind über das Serviceportal erreichbare eigenständige Verwaltungsverfahren. In den Online-Diensten finden Sie jeweils weitere, spezifische Datenschutzhinweise für das jeweilige Verwaltungsverfahren.

Ihre persönlichen Daten werden, wenn Sie einen Onlineantrag stellen, in den Systemen des Serviceportals sowie der jeweils für den Online-Dienst fachlich zuständigen Stelle verarbeitet. Die Sächsische Staatskanzlei und die fachlich zuständige Stelle sind daher gemeinsam für Ihre Daten verantwortlich.

 

3 Warum brauchen wir Ihre Einwilligung?

Die Registrierung eines Servicekontos sowie die Nutzung der Online-Dienste und damit auch die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Amt24 unterliegen Ihrer freien Entscheidung und sind freiwillig. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Ihrer Daten in Amt24 bildet § 8 OZG sowie § 11a SächsEGovG in Verbindung mit § 11 SächsEGovGDVO. Damit Sie das Servicekonto und die Online-Dienste vollumfänglich nutzen können, benötigen wir somit Ihre Einwilligung. Die Einwilligung erfolgt auf Basis von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Für einzelne Online-Dienste können abweichende Regelungen gelten. Auf diese wird in den jeweiligen Online-Diensten hingewiesen.

Sie können Ihre beim Anlegen des Servicekontos abgegebene Einwilligung jederzeit widerrufen. Die Einwilligung widerrufen Sie, indem Sie Ihr Servicekonto löschen. Nach Aufrufen des Menüpunkts „Kontoverwaltung“ finden Sie in Ihrem Servicekonto den Menüpunkt „Konto löschen“. Bitte beachten Sie, dass das Löschen des Servicekontos nicht rückgängig gemacht werden kann und sämtliche Daten und Dienste des Servicekontos (Profildaten, Inhalte von Postfach und Dokumentensafe sowie alle im Servicekonto gespeicherten Daten, etwa zu Ihren noch nicht abgeschlossenen elektronischen Verwaltungsverfahren) nicht mehr zur Verfügung stehen. Bereits gestellte Onlineanträge werden jedoch durch die zuständige Stelle weiterbearbeitet.

Sie können Ihr Konto nicht löschen, sofern Sie der einzige Administrator eines Organisationskontos sind. Sofern Sie Ihr Servicekonto dennoch löschen wollen, löschen Sie bitte zunächst das Organisationskonto oder benennen über die Kontoverwaltung einen weiteren Administrator für das Organisationskonto. Danach können Sie auch Ihr Servicekonto löschen.

Durch den Widerruf Ihrer Einwilligung in die Datenverarbeitung wird die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

 

4 Wer sind Ihre Ansprechpartner für den Datenschutz?

Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten im Serviceportal ist die Sächsische Staatskanzlei, Archivstraße 1, 01097 Dresden.

Den behördlichen Datenschutzbeauftragten der Sächsischen Staatskanzlei erreichen Sie unter datenschutz@sk.sachsen.de.

Für die direkt über das Serviceportal angebotenen Online-Dienste sind immer zwei Verantwortliche beteiligt:

  1. die Sächsische Staatskanzlei für die Erfassung und Verarbeitung im Serviceportal und
  2. die zuständige Stelle als Verantwortlicher für die Übermittlung und Weiterverarbeitung Ihrer Antragsdaten.

Die zuständige Stelle ist beim jeweiligen Online-Dienst mit Kontaktdaten benannt.

Die zuständige Aufsichtsbehörde für den Datenschutz ist

Der Sächsische Datenschutzbeauftragter
Postfach 11 01 32
01330 Dresden

Tel.: +49 351 85471 101
Fax: +49 351 85471 109

Internet: www.datenschutz.sachsen.de
E-Mail: saechsdsb@slt.sachsen.de

Im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) liegt die Verantwortlichkeit für die Verarbeitung Ihrer Daten in bestimmten Fällen auch zusätzlich in anderen Bundesländern, an die Ihre Daten dann für die Nutzung eines solchen Online-Dienstes übermittelt werden. Sie werden an den entsprechenden Stellen jeweils informiert.

 

5 Zu welchem Zweck verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten?

Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten, damit Sie die über das Serviceportal angebotenen Online-Dienste in Anspruch nehmen können (Verarbeitungszweck).

Im Serviceportal werden Ihre Daten zunächst zur Einrichtung eines Servicekontos verarbeitet. Ein Servicekonto ist zur Nutzung vieler zur Verfügung gestellter Online-Dienste erforderlich. Wenn Sie Online-Dienste über Ihr Servicekonto nutzen, übermitteln wir Ihre im Formular des jeweiligen Online-Dienstes erhoben Daten an die zuständigen Stellen. Diese Übermittlung bedarf Ihrer Einwilligung. Der Zweck der Übermittlung und Verarbeitung Ihrer Daten besteht darin, dass Sie die von dem Online-Dienst angebotene Verwaltungsleistung in Anspruch nehmen können. Die zuständigen Stellen sind ebenfalls verpflichtet, nur angemessene und für den jeweiligen Zweck notwendige Daten zu verarbeiten („Prinzip der Datenminimierung“).

 

6 Welche Ihrer personenbezogenen Daten und weitere Daten verarbeiten wir?

Personenbezogene Daten

Um ein Servicekonto anzulegen, müssen Sie folgende Daten hinterlegen:

  • Vor- und Nachname
  • E-Mail-Adresse
  • eine zweite alternative E-Mail-Adresse, um zu einem späteren Zeitpunkt ggf. den Zugriff auf Ihr Konto wiederherstellen zu können und Sie ggf. über sicherheitskritische Ereignisse (z. B. eine Passwortänderung) informieren zu können.
  • Benutzername und Passwort sowie persönliche Sicherheitsfrage und -antwort

Die folgenden weiteren Daten können in einem Nutzerprofil hinterlegt werden:

  • Anrede
  • Titel
  • Geburtsname
  • Adresse
  • Geburtsdatum und Geburtsort, Geburtsland und Geburtslandkreis
  • Familienstand
  • Staatsangehörigkeit
  • Religion
  • Telefon-Nummern (Festnetz, Fax, Mobil)
  • Steuernummer
  • Ausweisnummer und Ausweistyp, ausstellendes Land
  • Profilbild

Es besteht die Möglichkeit, nach expliziter Freigabe diese Profildaten (mit Ausnahme des Profilbildes) automatisch in Formulare von Onlineanträgen zu übernehmen.

Online-Ausweisfunktion (eID-Funktion) zum Beispiel des Personalausweises

Wenn Sie die Online-Ausweisfunktion Ihres Personalausweises, Ihres Aufenthaltstitels oder Ihrer eID-Karte zur Anmeldung am Servicekonto nutzen möchten, können Sie diese mit Ihrem Servicekonto verknüpfen. Dabei wird zusätzlich das dienste- und kartenspezifische Kennzeichen des jeweiligen Dokumentes im Servicekonto hinterlegt.

Die Online-Ausweisfunktion können Sie in ausgewählten Online-Diensten weiterhin nutzen, um sich eindeutig zu identifizieren oder eine gesetzlich angeordnete Schriftform elektronisch zu ersetzen. Je nach Online-Dienst ist es dabei möglich, dass folgende Daten ausgelesen werden:

  • Vorname(n) und Nachname, ggf. Geburtsname
  • Adresse
  • Geburtsdatum und -ort
  • ggf. Doktorgrad

Besondere personenbezogene Daten

Weitere Daten können im Rahmen bestimmter Online-Dienste erfasst werden, um diese dort zu nutzen. Diese Daten können „besondere personenbezogenen Daten“ sein, z. B. Gesundheitsdaten bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. Konkrete Angaben sind beim jeweiligen Online-Dienst aufgeführt.

Protokolle und Log-Dateien

Wir protokollieren und speichern systemseitig Log-Dateien. Die Speicherung dient dabei insbesondere zur Gefahrenabwehr.

Insbesondere werden folgende Informationen geloggt und für bis zu 7 Tagen vorgehalten:

  • Pseudonymisierte IP-Adresse
  • Systemkennung
  • Weitere Protokollinformationen (etwa über aufgetretene Fehlermeldungen)

Um Änderungen und Aktivitäten im Serviceportal nachvollziehen zu können („Revisionsfähigkeit“) werden bei Nutzung des Serviceportals weiterhin folgende personenbezogene Informationen gespeichert und spätestens 185 Tage nach Abschluss des Online-Dienstes gelöscht:

  • Servicekonto-ID (etwa beim Login am Servicekonto oder beim Absenden eines Antrags)
  • Konkrete Vorgangskennungen von aufgerufenen bzw. bearbeiteten Onlineantragsverfahren („Online-Diensten“)
  • Log-Informationen über den Zeitpunkt des Formularaufrufs, den Zeitpunkt des Formularabsendens sowie die Inhalte des Formulars zum Zeitpunkt des Absendens.

Einzelne Online-Dienste können es erforderlich machen, dass weitere Informationen in Log-Dateien gespeichert werden. Dies erfolgt in Verantwortung der jeweils fachlich zuständigen Stelle. Sie werden ggf. im Online-Dienst entsprechend informiert.

Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist Art. 6 Abs. 1 lit. b und e DSGVO, das öffentliche Interesse an einer Fehleranalyse und -beseitigung zur Gewährleistung eines störungsfreien Betriebs des Serviceportals sowie der Sicherstellung der Revisionsfähigkeit. Auf die Logdateien hat nur ein eingeschränkter und besonders berechtigter Personenkreis Zugriff, sodass Ihre personenbezogenen Daten vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.

Statistische Daten

Zum Zwecke der Angebotsoptimierung erfolgt das datenschutzkonforme Tracking von Serviceportalnutzern über das Produkt eTracker Analytics. Es kommt nur zu einer Verarbeitung von pseudonymisierten Daten. Auf Klardaten wird zu keinem Zeitpunkt zurückgegriffen.

Die konkrete Datenverarbeitung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie keinerlei Rechts-wirkung für Nutzer besitzen, sondern lediglich zu einer optimierten Ausgestaltung von Webangeboten führt. Durch technische und organisatorische Maßnahmen ist sichergestellt, dass es nicht zu einer unbeabsichtigten Vermischung von Klardaten und pseudonymisierten Datensätzen kommen kann.

 

7 Wie verarbeiten wir Ihre Daten?

Ihre personenbezogenen Daten werden auf besonders geschützten Servern innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gespeichert. Wir setzen technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen ein, um Ihre personenbezogenen Daten gegen unbeabsichtigte oder unrechtmäßige Vernichtung, Verlust oder Veränderung sowie gegen unbefugte Offenlegung oder unbefugten Zugang zu schützen.

Cookies

Auf dieser Webseite werden nur technisch notwendige „Sitzungs-Cookies“ eingesetzt. Diese sind erforderlich, um die Informationen an Ihre Bedürfnisse anzupassen und sind nicht einwilligungspflichtig. Die Sitzungs-Cookies enthalten keine personenbezogenen Daten und werden beim Abmelden oder Schließen des Browsers gelöscht oder verlieren nach einer durch das Serviceportal definierten Zeitspanne ihre Gültigkeit.

Das Webanalysetool „eTracker“ wird in Amt24 im so genannten Cookie-losen betrieben. Für den Einsatz von eTracker in der Cookie-losen Variante wird keinerlei Einwilligung Ihrerseits benötigt.

Schutz Minderjähriger

Zur Abwicklung von angebotenen Online-Diensten ist es möglich, dass auch personenbezogene Daten von Kindern und Jugendlichen in Verantwortung der für den Online-Dienst fachlich zuständigen Stelle verarbeitet werden. Eine Zustimmung der Erziehungsberechtigten ist bis zum 16. Lebensjahr erforderlich. In den Nutzungsbedingungen wird ausgeschlossen, dass Minderjährige ein eigenes Servicekonto anlegen können.

Hilfe-Formular und Support

Um Hilfe bei der Nutzung von Online-Diensten zu erhalten oder Kontakt mit uns aufzunehmen, können Sie unser Hilfe-Formular verwenden. Dabei werden Name, Vorname, E-Mail-Adresse, Betreff sowie der durch Sie eingegebene Nachrichtentext durch uns verarbeitet. Weiterhin werden auch folgende Informationen an uns übermittelt, um Sie besser bei Ihrer Anfrage zu unterstützen:

  • Verwendeter Browsertyp, Betriebssystem, Gerätetyp inklusive der jeweils verwendeten Version („User Agent“)
  • Informationen über den aktuellen Antrag, zu dem Sie Hilfe anfordern möchten
  • der Antragname sowie dessen technische Kennung
  • das aktuell von Ihnen zu bearbeitende Formular (ohne die von Ihnen eingegebenen Daten) sowie dessen technische Kennung
  • die eindeutige Vorgangsnummer Ihres Onlineantrags

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit a), b) und e) DSGVO.

Die übermittelten Angaben werden verwaltungsintern an die für Ihr Anliegen zuständigen Stellen weitergeleitet. Die Angaben werden nur dazu verwendet, Ihre Anfrage zu bearbeiten. Ihre Daten werden unmittelbar nach der Bearbeitung im Serviceportal gelöscht, sofern nicht aus Gründen der Nachweisbarkeit, der Kundenbetreuung oder gesetzlicher Aufbewahrungsfristen eine Aufbewahrung geboten ist.

Links zu weiteren Webseiten

Unser Serviceportal enthält Links zu Webseiten anderer Anbieter. Die Anbieter sind jeweils für die Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen selbst verantwortlich. Verlassen Sie das Serviceportal, gilt die Datenschutzerklärung der aufgerufenen Webseite.

 

8 Unter welchen Voraussetzungen dürfen wir Ihre Daten an weitere Empfänger weitergeben?

Sowohl staatliche Behörden als auch Gemeinden, Landkreise und andere öffentliche Stellen können über das Serviceportal Online-Dienste anbieten, ohne selbst eine eigene Plattform für Online-Dienste betreiben zu müssen.

Um einen Online-Dienst zu nutzen, müssen Sie das jeweilige Onlineformular ausfüllen und ggf. zusätzlich notwendige Dokumente hochladen. Die im Onlineformular angegebenen Daten werden nach dem Klicken auf die Absenden-Schaltfläche über gesicherte Verbindungen an die zuständige Stelle übermittelt. Ihre Daten werden dabei nur weitergegeben, sofern dies im Rahmen des jeweiligen Verfahrens erforderlich ist. Je nach Konfiguration des Onlineformulars durch die zuständige Stelle ist es möglich, dass einzelne Daten (etwa zur Validierung Ihrer Eingabe) bereits vorab an die zuständige Stelle übermittelt werden.

Genauere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten im Rahmen eines Online-Dienstes entnehmen Sie bitte den beim jeweiligen Online-Dienst angegebenen spezifischen Datenschutzhinweisen.

Wenn Sie sich mit dem Servicekonto an Portalangeboten einer Behörde außerhalb von Amt24 anmelden möchten, müssen Sie in die Datenübermittlung aus dem Servicekonto einwilligen. Die Daten werden dann an die entsprechende Behörde übermittelt.

Interoperable Identifizierung und Authentifizierung

Damit Sie Online-Dienste eines anderen Bundeslandes oder des Bundes mit Ihrem Konto nutzen können, haben die Verantwortlichen für die Servicekonten der Bundesländer und des Bundes gemeinsame Vorgehensweisen, Datenflüsse und die Festlegung von technischen Anforderungen in einer Verwaltungsvereinbarung festgeschrieben. Diese regelt auch die Verantwortlichkeiten bei der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten, wenn Sie Online-Dienste anderer Bundesländer mit Ihrem Nutzerkonto nutzen. Es ist somit nicht erforderlich, dass Sie in dem anderen Bundesland bzw. beim Bund ein zusätzliches Nutzerkonto anlegen. Näheres dazu erfahren Sie hier.

E-Payment

Für die Abwicklung von Zahlungsvorgängen wird, sofern in Online-Diensten angeboten, die im Rahmen einer Entwicklergemeinschaft von Bund und Ländern entwickelte Zahlungskomponente ePayBL verwendet. Personenbezogene Daten werden nicht an Dritte (etwa an Bezahldienste) weitergegeben. Für die Nutzung von Bezahldiensten werden direkt die Seiten der jeweiligen Bezahldienste aufgerufen. Die notwendigen personenbezogenen Daten sind aus Sicherheitsgründen direkt dort anzugeben.

 

9 Wie lange speichern wir Ihre Daten?

Wir speichern Ihre Daten in Ihrem Servicekonto, solange Sie es aktiv nutzen. Sollten Sie Ihr Servicekonto 36 Monate nicht mehr benutzt haben, wird es inklusive aller gespeicherter Daten nach einer vorangehenden Ankündigung an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse gelöscht. In der Ankündigung wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, den Löschvorgang zu stoppen. Abweichende Reglungen gelten, wenn Sie als einziger Administrator für ein Organisationskonto hinterlegt sind. In diesem Fall wird das Servicekonto erst gelöscht, wenn das Organisationskonto nach Ablauf der Inaktivität gelöscht wird.

Gespeicherte Antragsdaten werden nicht dauerhaft im Serviceportal archiviert. Daten zu nicht eingereichten Anträgen („Antragsentwürfe“) sowie zu eingereichten Onlineanträgen werden spätestens nach Ablauf einer Frist automatisch gelöscht. Diese Frist beträgt:

  • bei noch nicht eingereichten Onlineanträgen („Antragsentwürfen“): 185 Tage nach der letztmaligen Bearbeitung Ihrer Antragsdaten durch Sie
  • bei eingereichten Onlineanträgen: 185 Tage nach Übermittlung der Antragsdaten an die zuständige Stelle

Sowohl technische als auch gesetzliche Änderungen können eine Deaktivierung von Online-Diensten ohne vorherige Ankündigung erforderlich machen. Die Deaktivierung hat zur Folge, dass sowohl zwischengespeicherte Antragsentwürfe als auch die weiteren, unter dem Menüpunkt „Meine elektronischen Anträge“ angezeigten, Anträge gelöscht werden. Sie werden mittels Servicekonto-Nachricht über die Löschung informiert.

Eingereichte Anträge werden weiterhin bei der fachlich zuständigen Stelle bearbeitet, es erfolgt jedoch keine Anzeige mehr unter dem Menüpunkt „Meine elektronischen Anträge“ im Servicekonto. In der Regel sendet Ihnen die zuständige Stelle bei Antragsstellung eine Kopie des gestellten Antrags in Ihr Servicekonto-Postfach, sodass Sie auch weiterhin Ihre gestellten Anträge einsehen können.

Die in Ihrem Postfach eingegangenen Nachrichten sowie die aus Ihrem Postfach versandten Nachrichten können Sie jederzeit selbst löschen. Eine automatisierte Löschung von Nachrichten nach einer definierten Frist erfolgt nicht. Wird ein Servicekonto nach 36 Monaten ohne Aktivität gelöscht, wird auch das Postfach automatisch gelöscht.

 

10 Welche Rechte zu Auskunft, Widerspruch und Beschwerde haben Sie? Welche weiteren Rechte stehen Ihnen zu?

Nach der DSGVO stehen Ihnen als von der Datenverarbeitung betroffener Person unterschiedliche Rechte zu. Einzelheiten ergeben sich insbesondere aus den Artikeln 15 bis 18 und 21.

Bei Nutzung von Online-Diensten können Sie diese Rechte grundsätzlich bei allen beteiligten Stellen geltend machen („gemeinsame Verantwortung“), d. h. bei uns oder der beim jeweiligen Online-Dienst genannten verantwortlichen Stelle.

Recht auf Auskunft

Sie können unentgeltlich Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen. Ebenso können Sie Auskunft verlangen über die Verarbeitungszwecke, Kategorien der personenbezogenen Daten sowie die Empfänger, gegenüber denen die Daten offengelegt worden sind, und die Speicherdauer.

Recht auf Berichtigung und Vervollständigung

Sollten Sie betreffende Angaben nicht oder nicht mehr zutreffend sein, können Sie eine Berichtigung verlangen. Sollten Ihre Daten unvollständig sein, können Sie eine Vervollständigung verlangen. Insbesondere die in den Servicekonto-Profildaten hinterlegten Angaben können aus Sicherheitsgründen nur durch Sie selbst geändert werden. Eine Änderung durch Sie ist jederzeit möglich.

Recht auf Löschung

Sie können die unverzügliche Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen. Ihr Anspruch auf Löschung hängt u. a. davon ab, ob die Sie betreffenden Daten von uns zur Erfüllung unserer gesetzlichen Aufgaben noch benötigt werden.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Sie haben das Recht, eine Einschränkung der Verarbeitung der Sie betreffenden Daten zu verlangen. Die Einschränkung steht einer Verarbeitung nicht entgegen, soweit an der Verarbeitung ein wichtiges öffentliches Interesse besteht.

Recht auf Widerspruch

Sofern Ihre Daten nicht auf der Grundlage Ihrer Einwilligung, sondern aus Gründen eines überwiegenden öffentlichen Interesses oder einer Rechtsvorschrift verarbeitet werden, haben Sie das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit der Verarbeitung der Sie betreffenden Daten zu widersprechen.

Recht auf Beschwerde

Wenn Sie der Auffassung sind, dass wir Ihrem Anliegen nicht oder nicht in vollem Umfang nachgekommen sind, können Sie bei der oben aufgeführten zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde Beschwerde einlegen.

Allgemeine Hinweise zu diesen Rechten

In manchen Fällen können oder dürfen wir Ihrem Anliegen nicht entsprechen. Sofern dies gesetzlich zulässig ist, teilen wir Ihnen in diesem Fall den Grund für die Ablehnung Ihres Anliegens mit.