Mutterschutz

Während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Geburt genießen Frauen einen besonderen Schutz vor Kündigung, finanziellen Einbußen und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz.

Dieser Schutz ergibt sich für werdende und stillende Mütter in einem Arbeitsverhältnis, neben den allgemeinen Arbeitsschutzgesetzen, aus dem Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz) und der Mutterschutzrichtlinienverordnung.

Mutterschutzgesetz

Das Mutterschutzgesetz gilt für

  • Frauen in einem Arbeitsverhältnis,
  • Frauen in einem Probearbeitsverhältnis oder
  • Frauen, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen,
  • Frauen in betrieblicher Berufsausbildung,
  • Frauen in einer Behindertenwerkstatt,
  • Frauen im Freiwilligendienst,
  • Frauen als Mitglieder gesetzlicher Genossenschaften,
  • Heimarbeiterinnen,
  • arbeitnehmerähnlich beschäftigte Frauen,
  • Schülerinnen und Studentinnen

in der Bundesrepublik Deutschland.

Vom Gesetz nicht erfasst sind Frauen, die in einem selbstständigen Dienstverhältnis, Werkvertragsverhältnis oder arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnis tätig sind. Es bezieht sich ferner nicht auf Studentinnen, die in Studienordnungen vorgeschriebene Praktika ableisten.

Für Soldatinnen findet die Verordnung über den Mutterschutz für Soldatinnen Anwendung.

Hinweis: In Betrieben und Verwaltungen, in denen regelmäßig mehr als drei Frauen beschäftigt werden, ist ein Abdruck des Mutterschutzgesetzes an geeigneter Stelle auszulegen.

Auskunft und Beratung

Auskünfte zum Mutterschutz und zu allen Fragen des Arbeitsschutzes erteilt Ihnen die Landesdirektion Sachsen (Abteilung Arbeitsschutz) – entsprechend Ihres Arbeitsortes an den Standorten in Chemnitz, Dresden oder Leipzig.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. 02.03.2017