Ausländischer Hochschulgrad, Umwandlung für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz beantragen

Anspruch auf Anerkennung gleichwertiger Prüfungen und Befähigungsnachweise nach § 7, 10 Bundesvertriebenengesetz (BVFG)

Spätaussiedler, deren Ehepartner und Abkömmlinge können nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) die Umwandlung ihres ausländischen Hochschulgrades in einen entsprechenden deutschen akademischen Grad beantragen. Eine in einem anderen Bundesland ausgestellte Urkunde über die Umwandlung berechtigt den Inhaber auch im Freistaat Sachsen zur Führung des umgewandelten Grades, [...] solange

  • die Umwandlung nicht aufgehoben wurde oder
  • die Urkunde an das ausstellende Bundesland zurückgegeben worden ist.

Ausländische Hochschulgrade führen

Mit Ausnahme der Regelungen nach dem Bundesvertriebenengesetz ist die Umwandlung in deutsche Hochschulgrade nicht möglich. Allgemein dürfen Sie ausländische Hochschulgrade im Freistaat Sachsen ohne besondere Genehmigung führen. Inwiefern Sie dazu berechtigt sind, gibt § 44 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) vor.

Hinweis: Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst berät Sie bei Fragen zum Führen Ihres ausländischen Hochschulgrades.

Regionalisierung

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(keine Ortauswahl erforderlich)

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Antragsberechtigte:

Spätaussiedler, deren Ehepartner und Abkömmlinge

Weitere Voraussetzungen:

  • Sie sind Berechtigte(r) im Sinne von § 7 und 10 Bundesvertriebenengesetz (BVFG).
  • Sie haben bisher keinen entsprechenden Antrag bei einer anderen Behörde in der Bundesrepublik Deutschland gestellt.
  • Sie haben eine Spätaussiedlerbescheinigung gemäß § 15 BVFG

Die Umwandlung ist nur möglich, wenn ein formell und materiell gleichwertiger deutscher Abschluss existiert.

Verfahrensablauf

Lassen Sie sich beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst beraten. Die Umwandlung beantragen Sie mit dem bereitstehenden Formular (Formulare & Online-Dienste).

  • Nachdem Ihr Antrag eingegangen ist, prüft das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Vollständigkeit und fordert gegebenenfalls Unterlagen nach. Falls nötig, wird die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (Bonn) um eine gutachterliche Stellungnahme gebeten.
  • Wenn die Umwandlung möglich ist, wird Ihnen hierüber eine Urkunde ausgestellt.

Erforderliche Unterlagen

  • schriftlicher Antrag (Formular)

Formular: –> Umwandlung eines ausländischen Hochschulgrades - Antrag

Weitere Unterlagen

  • tabellarischer Lebenslauf
  • unterzeichnete Erklärung

amtlich oder notariell beglaubigt:

  • Kopie des originalsprachigen Diploms und Notenübersicht zum Diplom / Promotionsurkunde
  • Übersetzung der vorgenannten Unterlagen in die deutsche Sprache (bei doppelsprachigen Urkunden ist die Landessprache des Herkunftslandes maßgeblich; die Übersetzung kann auch in Form des vom Dolmetscher / Übersetzer oder von der Dolmetscherin / Übersetzerin unterzeichneten Originals eingereicht werden)
  • Spätaussiedlerbescheinigung gemäß § 15 Absatz 1 und Absatz 2 BVFG
  • aktuelle Meldebescheinigung über den Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen (Kopie / Original)
  • Kopie der Urkunde über die Namensänderung, falls der Name im Antrag von dem in der Urkunde abweicht
Die Übersetzungen müssen von einem in der Bundesrepublik Deutschland öffentlich bestellten und allgemein beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer angefertigt sein.

Kosten (Gebühren)

  • Verwaltungsgebühr für die Prüfung des Antrages (Amtshandlung): in der Regel zwischen EUR 60,00 und EUR 100,00

Die Gebühren entfallen bei Antragstellung innerhalb von 3 Jahren nach Verlegung Ihres ständigen Aufenthalts in die Bundesrepublik Deutschland.

Bearbeitungsdauer

  • bis zu 2 Monate

Sie erhalten in der Regel innerhalb dieses Zeitraums eine Mitteilung, ob Ihrem Antrag entsprochen wird, ansonsten bekommen Sie eine Zwischennachricht.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. 19.09.2018