Berufliche Bildung, Zuschuss für Verbundlehrgänge beantragen - Handwerksberufe (ESF)

Antrag auf Gewährung einer Zuwendung nach Abschnitt II/2 E (Verbundausbildung) der ESF-Richtlinie "Berufliche Bildung", Nr. 01414

Mit dem Ausbildungsjahr 2017/2018 änderten sich die Förderkonditionen. Zur Antragstellung verwenden Sie bitte nur die aktuell abrufbaren Formulare.

Wenn Sie als Unternehmerin oder Unternehmer Jugendliche ausbilden, können Sie Teile der praktischen Berufsausbildung in anderen Unternehmen oder Einrichtungen, sogenannten Verbundunternehmen durchführen lassen. Für die Ausbildung im Verbund können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten.  [...]

Für welche Ausbildungsteile sind Zuschüsse möglich?

  • Vermittlung von Ausbildungsinhalten in anderen Unternehmen oder Einrichtungen, ergänzend zur eigenen betrieblichen Ausbildung (Verbundausbildung)

Welche Ausbildungsinhalte können nicht gefördert werden?

Keine Zuschüsse erhalten Sie für

  • überbetriebliche Lehrgänge, die nach der geltenden Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft durchgeführt werden
  • Berufsausbildungsverhältnisse bei Gebiets- oder Personalkörperschaften des öffentlichen Rechts sowie bei Unternehmen, an denen Gebiets- oder Personalkörperschaften des öffentlichen Rechts die Kapitalmehrheit halten
  • Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrunterweisung im Handwerk sowie der überbetrieblichen Ausbildung in der Land-, Forst- und Hauswirtschaft (Förderung nach Buchstaben G bzw. H der Richtlinie)

Konditionen

Art der Förderung
Projektförderung (Festbetragsfinanzierung)

Höhe
Zuschuss je 5-Tage-Ausbildungswoche und Teilnehmer: EUR 130,00 (ab Anwesenheit von mindestens 80 %)

(Details: siehe Förderbaustein / Programmseite der SAB)

Hinweis: Ein Rechtsanspruch auf diese Förderung besteht nicht.

Regionalisierung

Ändern

Geben Sie den Sitz Ihres Ausbildungsbetriebes ein:

Zuständige Stelle

Handwerkskammer (HWK)

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Antragsberechtigte

Unternehmen (natürliche oder juristische Personen, Personenvereinigungen) mit bis zu 500 Beschäftigten mit Sitz oder Niederlassung im Freistaat Sachsen, die Auszubildende im Rahmen des Ausbildungsvertrages an den Verbundpartner entsenden

Zuwendungsvoraussetzungen

Eine Förderung ist möglich, wenn

  • es sich um betriebliche Berufsausbildungsverhältnisse handelt
  • die Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung durchgeführt wird und der Ausbildungsgang den Anforderungen des §1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) entspricht
  • der Ausbildungsvertrag zum Zeitpunkt der Antragstellung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse der Handwerkskammer eingetragen ist

Die Handwerkskammer hat zu bestätigen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Verfahrensablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt das Beratungsangebot der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB). Die Beantragung selbst erfolgt über die für Ihr Unternehmen zuständige Handwerkskammer.

  • Formulare und Merkblätter beziehen Sie über Amt24 oder über das SAB-Förderportal.
  • Fassen Sie bitte die Anträge für alle im Ausbildungsjahr geplanten Verbundlehrgänge zusammen.
  • Die vollständigen Antragsunterlagen reichen Sie bis zum Stichtag bei Ihrer Handwerkskammer ein.
  • Die Handwerkskammer prüft, ob die Voraussetzungen vorliegen und reicht den Antrag an die Sächsische Aufbaubank weiter.

Auszahlung

Vor Auszahlung der Pauschale muss die Anwesenheit der Teilnehmer für die Zeit der Verbundausbildung nachgewiesen werden (Bestätigung durch Teilnehmerliste).

Bitte beachten Sie, dass die Nachweisführung für das Ausbildungsjahr 2016/2017 entsprechend den ergangenen Zuwendungsbescheiden erfolgt.

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformulare
  • Belege und Nachweise

Details zu den einzureichenden Unterlagen entnehmen Sie den Informationen zum Antragsverfahren.

Die Formulare für die Auszahlung des Zuschusses erhalten Sie mit dem Bewilligungsbescheid.

Fristen

  • Antragstellung: bis 31.01. des jeweiligen Ausbildungsjahres
  • die Ausbildung darf bereits vor Antragstellung begonnen werden (bezogen jeweils auf das kommende oder laufende Ausbildungsjahr)
  • Vorlage des Verwendungsnachweises bei der SAB: spätestens einen Monat nach Ende des Bewilligungszeitraums

Hinweise (Besonderheiten)

Regelung bei Kurzarbeit

Die Teilnehmer dürfen im Falle von Kurzarbeit die gesamte Ausbildungszeit im Verbundunternehmen oder beim Veranstalter der überbetrieblichen Lehrgänge verbringen. Voraussetzung dazu ist, dass das Unternehmen gemäß §§ 169 ff. Sozialgesetzbuch, Drittes Buch (SGB III) Kurzarbeit angezeigt hat und nachweist, dass aufgrund des Arbeitsausfalls die Vermittlung der Ausbildungsinhalte im Unternehmen nicht mehr hinreichend gewährleistet ist.

Der Bescheid der zuständigen Agentur für Arbeit gemäß § 173 Abs. SGB III ist dem Antrag beizufügen.

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24, mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB). 25.06.2018