Berufskrankheit anzeigen

Mitteilungs-, Anzeige- und Auskunftspflichten bei Berufskrankheiten nach SGB VII

Ärzte und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit an den Unfallversicherungsträger zu melden.

Auch die Krankenkassen sollen entsprechende Hinweise an den Unfallversicherungsträger geben. Darüber hinaus können Betroffene ihre Erkrankung auch selbst bei ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse melden.

Regionalisierung

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(keine Ortsauswahl möglich)

Zuständige Stelle

Unfallversicherungsträger, der auch die Entschädigungsleistungen zu erbringen hat.

Leistungsdetails

Weiterführende Informationen

Voraussetzungen

  • Hinweis darauf, dass bei der oder dem Beschäftigten des Unternehmens eine Berufskrankheit vorliegen könnte bzw.
  • ärztlich begründeter Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit
Achtung! Anzeigepflicht besteht, wenn auch nur die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem Auftreten der Erkrankung mit bestimmten Stoffen oder Einwirkungen zu erwägen ist.

Verfahrensablauf

Melden Sie dem zuständigen Träger der Unfallversicherung (zuständige Stelle) den Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit unter Verwendung des entsprechenden Formulars.

Anzeige durch Unternehmen

  • Füllen Sie den Formularbogen mit den erforderlichen Angaben aus, beachten Sie die Erläuterungen im Merkblatt.
  • Lassen Sie die Anzeige vom Betriebsrat / Personalrat mitzeichnen.
  • Je ein Exemplar verbleibt zur Dokumentation beim Personalrat und im Unternehmen.

Weisen Sie die oder den Betroffene(n) über die Anzeige hin und auf das Recht, eine Kopie zu erhalten. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt sind ebenfalls zu informieren.

Anzeige durch Arzt / Ärztin

  • Holen Sie die Zustimmung der oder des Betroffene(n) ein, dass die Anzeige erfolgen soll.
  • Füllen Sie den Formularbogen mit den erforderlichen Angaben aus, beachten Sie die Erläuterungen im Merkblatt.
  • Ein Exemplar verbleibt bei Ihnen zur Dokumentation.

Erforderliche Unterlagen

Fristen

  • für Unternehmen: innerhalb von 3 Tagen nach Bekanntwerden eines Anhaltspunktes
  • für Ärzte: unverzüglich

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24, mit freundlicher Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. 11.12.2018