Denkmalschutzrechtliche Genehmigung beantragen

Maßnahmen an Kulturdenkmalen bedürfen grundsätzlich einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung. Ebenfalls genehmigungspflichtig ist die Errichtung, Veränderung oder Beseitigung von Bauwerken oder garten- und landschaftsgestalterischer Anlagen in der Umgebung eines Kulturdenkmals. Andere Vorhaben in der Umgebung eines Kulturdenkmals sind genehmigungsbedürftig, wenn sich die bisherige Grundstücksnutzung ändern würde.

Nur wenn für Ihr Vorhaben eine Baugenehmigung notwendig ist, ersetzt diese die denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde holt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde mit ein.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Untere Denkmalschutzbehörde der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes

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Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Veränderung oder Beseitigung eines Kulturdenkmals
  • Errichtung, Veränderung oder Beseitigung von Bauwerken oder garten- und landschaftsgestalterischer Anlagen in der Umgebung eines Kulturdenkmals

Verfahrensablauf

Sie müssen die Erteilung der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung schriftlich bei der Denkmalschutzbehörde ("Zuständige Stelle") beantragen. Die erforderlichen Formulare beziehen Sie über Amt24 (nach Bedienung der Ortsauswahl) oder direkt über die Denkmalschutzbehörde.

  • Über die Erteilung oder die Versagung einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung entscheidet die Denkmalschutzbehörde.
  • Die Genehmigung kann wie beantragt genehmigt, mit Auflagen oder sonstigen Nebenbestimmungen versehen oder sogar ganz versagt werden.
  • Die Entscheidung wird im Einvernehmen mit dem Landesamt für Archäologie und dem Landesamt für Denkmalpflege getroffen.

Genehmigungsfiktion

Entscheidet die Denkmalschutzbehörde nicht innerhalb von zwei Monaten, nachdem Ihr Antrag bei ihr eingegangen ist, gilt Ihr Vorhaben als genehmigt und Sie dürfen beginnen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn die Behörde innerhalb der zwei Monate erforderliche Unterlagen nachfordert oder das Verfahren aussetzt (zum Beispiel, wenn vorbereitende Untersuchungen zur Beurteilung des Vorhabens nötig sind).

Erforderliche Unterlagen

Mit dem Antrag müssen Sie die Unterlagen einreichen, welche die Behörde zur Beurteilung Ihres Vorhabens benötigt und die sie zur Bearbeitung des Antrags braucht. Dies können sein:

  • Pläne
  • Dokumentationen
  • Fotografien
  • Gutachten
  • Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Im Einzelfall kann die Behörde auch verlangen, dass der Antrag durch vorbereitende Untersuchungen ergänzt wird. Es empfiehlt sich, vorab mit der Denkmalschutzbehörde die Details zu besprechen.

Fristen

Erlöschen der Genehmigung

  • bei nicht erfolgtem Baubeginn: 3 Jahre nach Genehmigung
  • bei einer Bauunterbrechung von mehr als 2 Jahren

(Verlängerung um bis zu 2 Jahre auf schriftlichen Antrag)

Kosten (Gebühren)

  • Verfahrensgebühr: EUR 30,00 – 300,00
  • bei Zerstörung oder Beseitigung des Denkmals: EUR 30,00 – 500,00

Bearbeitungsdauer

2 Monate nach Vorlage der vollständigen Antragsunterlagen

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern. 04.07.2018