Endbeglaubigung von Urkunden zum Zwecke der Legalisation

Um eine deutsche öffentliche Urkunde endbeglaubigen zu lassen, bedarf es im ersten Schritt einer Vorbeglaubigung. Die Vorbeglaubigung bestätigt die Echtheit der Unterschrift und des Siegels des Ausstellers einer deutschen öffentlichen Urkunde sowie in der Regel die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat.

Urkunden, deren Vorbeglaubiger nicht die Echtheit der Unterschrift des Ausstellers bestätigt haben, können vom Bundesverwaltungsamt nicht endbeglaubigt werden! Die einzige Ausnahme hiervon stellen Ursprungszeugnisse, Handelsrechnungen bzw. reine Produktbeschreibungen und Packlisten dar, deren Inhalt von einer IHK gesichtet und bestätigt wird. Verträge, Firmenerklärungen usw. hingegen sind notariell und anschließend durch das zuständige Landgericht vorzubeglaubigen.

Ist die Vorbeglaubigung durch den zuständigen Vorbeglaubiger erfolgt (erster Schritt), werden die Urkunden im zweiten Schritt vom Bundesverwaltungsamt  im Auftrag des Auswärtigen Amtes endbeglaubigt. Die Urkunden können dann in der ausländischen Auslandsvertretung zur Schlussbearbeitung (Legalisation) vorgelegt werden (dritter Schritt).

Bitten geben Sie immer das Land an , in dem die Urkunde vorgelegt werden soll, zum Beispiel Arabische Republik Syrien, Volksrepublik China, Königreich Saudi-Arabien usw.

Für folgende Staaten beziehungsweise ihre Vertretungen ist eine Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt erforderlich:

  • Königreich Bahrein
  • Volksrepublik Bangladesh
  • Union Myanmar (Birma)
  • Volksrepublik China
  • Republik Irak
  • Islamische Republik Iran (außer Hochschulzeugnisse)
  • Königreich Jordanien
  • Königreich Kambodscha
  • Staat Katar
  • Libanesische Republik (nur Urkunden aus dem Uni- bzw. Hochschulbereich)
  • Republik Mali
  • Mauretanien
  • Königreich Nepal
  • Republik Ruanda
  • Königreich Saudi-Arabien
  • Demokratische Republik Somalia
  • Republik Sudan
  • Arabische Republik Syrien
  • Taipeh-Handelsbüro, Visa-Abteilung (nur Urkunden aus dem Justizbereich)
  • Republik Togo

Endbeglaubigung von Verlustanzeigen für Ausweisdokumente

Verlustanzeigen für Ausweispapiere von Personen, deren Identität nicht eindeutig feststeht, können nicht endbeglaubigt werden. Aus diesem Grunde ist neben einer Verlustanzeige bei einer Stadt / Gemeinde bzw. Landespolizei (keine Bundespolizei) eine Aufenthaltsbescheinigung bzw. ein Titel einzureichen, aus der / aus dem hervorgeht, dass bei der Einreise in die Bundesrepublik ein Reisepass vorhanden war / vorgelegt wurde. sollte bei der Ausländerbehörde kein Reisepass erfasst worden sein, ist eine Endbeglaubigung der Verlustanzeige nicht möglich.

Regionalisierung

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(keine Ortsauswahl erforderlich)

Zuständige Stelle

Leistungsdetails

Verfahrensablauf

Achtung! Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Dokumente zunächst vorbeglaubigen lassen müssen!

Die Dokumente können dem Bundesverwaltungsamt per Post (einfacher Brief oder Einschreiben) zugesandt, per Boten- oder Kurierdienst überbracht oder persönlich abgegeben werden.

Die Zusendung der endbeglaubigten Dokumente erfolgt mit einem Gebührenbescheid per Nachnahme an die inländische Anschrift des Antragstellers. Bei Anträgen aus dem Ausland muss die inländische Anschrift eines Empfangsbevollmächtigten genannt werden, der die per Nachnahme verschickte Sendung bezahlt und entgegennimmt. Bei persönlichem Erscheinen oder der Entsendung eines Boten können die Dokumente in der Regel noch am selben Tag wieder mitgenommen werden, wenn die Gebühr vor Ort beglichen wird.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24