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Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • letztwillige Anordnung des Verstorbenen zur Feuerbestattung beziehungsweise Verfügung des verantwortlichen Angehörigen
  • zweite Leichenschau

Verfahrensablauf

Die meisten Formalitäten übernimmt in der Regel das beauftragte Bestattungsunternehmen. Dort erhalten Sie auch pietätvolle Beratung. Lassen Sie sich vor der Beauftragung die angebotenen Dienstleistungen und Preise erläutern.

  • Beantragen Sie eine Unbedenklichkeitserklärung.
  • Das Gesundheitsamt des Einäscherungsortes veranlasst eine zweite Leichenschau durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Rechtsmedizin. Die zweite Leichenschau kann auch vom einer in der Leichenschau erfahrenen Fachärztin oder einem Facharzt für Pathologie durchgeführt werden, sofern in einer Region nicht genügend Fachärzte für Rechtsmedizin zur Verfügung stehen.
  • Die Kremierung und die Beisetzung der Urne haben die Angehörigen / das beauftragte Bestattungsunternehmen mit dem Krematorium und der Friedhofsverwaltung zu regeln.
  • Die Asche eines Verstorbenen ist innerhalb von sechs Monaten nach der Einäscherung auf einem Bestattungsplatz beizusetzen.

Erforderliche Unterlagen

  • Unbedenklichkeitserklärung des Gesundheitsamtes des Einäscherungsortes
  • Bescheinigung eines Facharztes für Rechtsmedizin, dass gegen eine Einäscherung keine Bedenken bestehen (zweite Leichenschau)
    • Die Bescheinigung kann auch ein in der Leichenschau erfahrener Facharzt für Pathologie ausstellen, sofern nicht genügend Fachärzte für Rechtsmedizin für die Durchführung der zweiten Leichenschau zur Verfügung stehen.
    • Die Bescheinigung entfällt, wenn bereits ein Facharzt für Rechtsmedizin die ärztliche Leichenschau durchgeführt hat.
Wichtig! Bei Anhaltspunkten für einen nicht natürlichen Tod, oder wenn es sich um die Leiche einer unbekannten Person handelt, ist anstelle der Unbedenklichkeitserklärung das schriftliche Einverständnis der Staatsanwaltschaft, der Ermittlungsrichterin oder des Ermittlungsrichters beim Amtsgericht des Sterbeortes erforderlich.

Fristen

  • Feuerbestattung: frühestens 48 Stunden nach Feststellung des Todes bis innerhalb von acht Tagen
  • Urnenbeisetzung: innerhalb von sechs Monaten
  • Samstage, Sonntage und Feiertage werden bei der Fristberechnung nicht mitgezählt.
  • Diese Frist kann auf Antrag vom Gesundheitsamt des Sterbeortes verlängert werden, wenn keine gesundheitlichen oder hygienischen Bedenken entgegenstehen.

Kosten (Gebühren)

Rahmengebühr Unbedenklichkeitserklärung: EUR 10,00 - EUR 30,00

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz 25.10.2017