Gesundheitsfachberuf, Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung beantragen

Möchten Sie in Deutschland in einem bestimmten Gesundheitsfachberuf ohne Einschränkung tätig sein, brauchen Sie eine staatliche Erlaubnis. Die Erlaubnis berechtigt Sie, die entsprechende Berufsbezeichnung zu führen und den Beruf auszuüben.

Die Erlaubnis benötigen Sie für folgende Berufe:

  • Altenpfleger
  • Diätassistent
  • Ergotherapeut
  • Hebamme / Entbindungspfleger
  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Logopäde
  • Masseur / medizinischer Bademeister
  • Notfallsanitäter
  • Orthoptist
  • pharmazeutisch-technischer Assistent
  • Physiotherapeut
  • Podologe
  • technischer Assistent in der Medizin

Ausländische Berufsabschlüsse

Haben Sie Ihren Berufsabschluss im Ausland erworben, prüft die zuständige Stelle, ob Ihr Abschluss mit dem entsprechenden deutschen Abschluss gleichwertig ist. Sie erhalten die Erlaubnis nur, wenn Ihre Ausbildung als gleichwertig anerkannt wird.

Vorübergehende Berufsausübung

Staatsangehörige der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums, die nur vorübergehend und gelegentlich in Deutschland arbeiten wollen, benötigen keine staatliche Erlaubnis. Sie müssen Ihre Tätigkeit aber der zuständigen Stelle melden. Weitere Auskünfte erteilt die zuständige Stelle.

Regionalisierung

Ändern

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Zuständige Stelle

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Fachliche Qualifikation

Persönliche Qualifikation:

  • persönliche Zuverlässigkeit
  • gesundheitliche Eignung
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache:
    • Logopäde oder Logopädin: mindestens Niveau C1des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen
    • sonst: mindestens Niveau B2

Verfahrensablauf

Beantragen Sie die Erlaubnis zur Berufsausübung schriftlich auf dem vorgeschriebenen Formular. Die zuständige Stelle berät zur Antragstellung.

  • Die Vordrucke zur Antragstellung beziehen Sie über die zuständige Stelle oder hier über Amt24.
  • Füllen Sie den Antrag vollständig aus und stellen Sie die erforderlichen Nachweise zusammen.
  • Reichen Sie die vollständigen Antragsunterlagen bei der zuständigen Stelle ein.
  • Die Fachbehörde prüft Ihren Antrag; liegen die Voraussetzungen zur Berufsausübung vor, erhalten Sie eine Erlaubnisurkunde.

Erforderliche Unterlagen

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Standesamtliche Dokumente über Namensführung, Geburtsort und Geburtsdatum (z. B. Geburts-/Heiratsurkunde, Auszug aus dem Familienbuch)
  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit: Reisepass, Personalausweis oder Aufenthaltsbescheinigung
  • Aktueller, lückenloser tabellarischer Lebenslauf mit genauer Angabe des schulischen und beruflichen Werdegangs
  • Ausbildungsnachweise: Zeugnisse, Diplom, Berufsausübungserlaubnis, Registrierung, Fächer- und Studienübersicht, Fachprüfung, Fachpraktikum usw.
  • Gegebenenfalls weitere Befähigungsnachweise
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrung (z. B. Arbeitszeugnis, Arbeitsbuch, Index)
  • Meldebescheinigung (Kopie)
  • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde
  • Aktuelle ärztliche Bescheinigung, aus der hervorgeht, dass Sie für den Beruf nicht ungeeignet sind mit Datum, Stempel und Unterschrift des Arztes

Die zuständige Stelle kann weitere Unterlagen verlangen.

Hinweise: Bitte senden Sie ausschließlich beglaubigte Kopien und niemals Originale ein!

Kosten

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24