Jahres- oder Abschlusszeugnis widersprechen

Während einzelne Benotungen in der Schule rechtlich nicht anfechtbar sind, können Eltern oder volljährige Schüler gegen Jahres- und Abschlusszeugnisse, insbesondere gegen die Entscheidung über die Nichtversetzung Widerspruch einlegen.

Einzelnoten im Zeugnis sind nur ausnahmsweise dann mit dem Widerspruch anfechtbar, wenn sie als solche, zum Beispiel bei der Zulassung zum Studium oder für den Zugang zum Beruf, unmittelbar rechtserheblich sind.

Der Widerspruch ist der erste Schritt im Rechtsschutz gegen die meisten Entscheidungen von Behörden. Grundvoraussetzung ist, dass die Entscheidung, gegen die Sie sich wenden wollen, ein so genannter "Verwaltungsakt" ist, was für die Zeugnisvergabe zutrifft. Mit dem Widerspruch leiten Sie das Widerspruchsverfahren ein, in dem die Entscheidung noch einmal auf ihre Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit überprüft wird.

Ansprechstelle

Schule, die das Zeugnis ausstellte

(Geben Sie in das Amt24-Suchfeld zum Beispiel "Max-Muster-Schule" und den Schulstandort ein.)

Regionalisierung

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Zuständige Stelle

Leistungsdetails

Verfahrensablauf

Den Widerspruch müssen Sie schriftlich bei der Zeugnis ausstellenden Schule oder dem Landesamt für Schule und Bildung einreichen.

  • Alternativ können Sie auch persönlich in der Schule oder beim Landesamt für Schule und Bildung erscheinen und den Widerspruch mündlich äußern; dann nimmt ein Mitarbeiter den Widerspruch entgegen, hält ihn schriftlich fest und Sie bestätigen dies mit Ihrer Unterschrift.
  • Sie sollten möglichst den Begriff Widerspruch verwenden. Eine Begründung empfiehlt sich, ist aber keine Pflicht.
  • Zur Begründung können Sie Leistungsnachweise aus dem Verlauf des Schuljahres mit einreichen.

Fristen

  • Widerspruchsfrist: 1 Jahr nach der Zeugnisausgabe

Nach Ablauf dieser Frist wird das Zeugnis bestandskräftig und ein Widerspruch damit unzulässig.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24