Kampfhund, Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes beantragen

Antrag auf Haltung gefährlicher Hunde nach dem Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG)

Möchten Sie einen gefährlichen Hund halten, benötigen Sie eine behördliche Erlaubnis.

Gefährliche Hunde im Sinne des Gesetzes zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) sind Hunde, deren Gefährlichkeit vermutet oder im Einzelfall festgestellt wird.

Vermutet gefährliche Hunde (sogenannte Kampfhunde) sind Vertreter folgender Hundegruppen sowie deren Kreuzungen untereinander:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pitbull-Terrier

Ausgenommen sind Welpen und Junghunde bis zu einem Alter von sechs Monaten.

Im Einzelfall gefährliche Hunde sind insbesondere Hunde,

  • die sich gegenüber Menschen und Tieren als aggressiv erwiesen haben,
  • die zum Hetzen oder Reißen von Wild oder Nutztieren neigen oder
  • die durch Zucht, Haltung oder Ausbildung eine gesteigerte Aggressivität entwickelt haben und aus diesem Grund Menschen oder Tiere angreifen.

Die Kreispolizeibehörde stellt im Einzelfall fest, ob es sich um einen gefährlichen Hund handelt.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Kreispolizeibehörde (Ordnungsbehörde) beim Landratsamt, in Dresden, Leipzig und Chemnitz bei der Stadtverwaltung

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle weitere Informationen zu der für Sie zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben
Warum soll ich einen Ort angeben?
Mit Hilfe der Ortsangabe können wir die für Sie passenden Informationen, Formulare, Dienste und Ihre zuständige Stelle anzeigen.
Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Mindestalter 18 Jahre
  • persönliche Zuverlässigkeit
  • Nachweis der Sachkunde
  • Nachweis einer besonderen Haftpflichtversicherung
  • Verhaltensgerechte und ausbruchsichere Unterbringung

Verfahrensablauf

Beantragen Sie die Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes bei der Kreispolizeibehörde ("Zuständige Stelle").

Ihr Antrag sollte enthalten:

  • Ihren vollständigen Namen und Ihr Geburtsdatum
  • die Anschrift (Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer) Ihres Hauptwohnsitzes
  • Angaben über den betreffenden Hund
  • Sofern Sie nicht bereits über eine anerkannte Sachkunde-Bescheinigung verfügen, beantragen Sie zugleich die Zulassung zur Sachkundeprüfung.
  • Die zuständige Stelle überprüft anhand Ihrer Angaben und Nachweise, unter welchen Voraussetzungen Ihnen die Erlaubnis erteilt werden kann. Sie erhalten Hinweise zum weiteren Verfahren, wie etwa über nachzureichende Unterlagen und gegebenenfalls das Ablegen einer Sachkunde-Prüfung.
  • Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird Ihnen die schriftliche Erlaubnis zur Haltung des Hundes (gegebenenfalls mit Auflagen) erteilt. Begleichen Sie zuvor die Verwaltungskosten laut Gebührenbescheid.

Sachkunde-Prüfung

Die zuständige Stelle prüft auf Ihren Antrag hin Ihre Sachkunde in der Hundehaltung. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie erhalten eine amtliche Bescheinigung über die bestandene Prüfung. Bei Nichtbestehen dürfen Sie die Prüfung wiederholen.

Erforderliche Unterlagen

  • schriftlicher Antrag
  • Sachkundenachweis
  • weitere Nachweise auf Anforderung durch die zuständige Stelle

Fristen

  • Gültigkeit des Gutachtens: für die Dauer der Hundehaltung durch den oder die Antragstellende
  • Folgegutachten bei Halter-Wechsel: innerhalb eines Jahres durch den neuen Hundehalter
Achtung! Bitte setzen Sie sich mit Ihrer zuständigen Kreispolizeibehörde in Verbindung,  b e v o r  Sie einen gefährlichen Hund zu halten beabsichtigen.

Kosten (Gebühren)

  • Erlaubniserteilung: EUR 100,00 – EUR 210,00
  • nachträgliche Aufnahme von Auflagen, Änderung oder Ergänzung in die Erlaubnis: EUR 25,00 –EUR 170,00
  • Entscheidung über Widerlegung der Gefährlichkeit: EUR 70,00 – EUR 150,00
  • Feststellung der Gefährlichkeit eines im Einzelfall gefährlichen Hundes: EUR 120,00 – EUR 300,00
  • Untersagung der Haltung oder Genehmigung der Haltung eines im Einzelfall gefährlichen Hundes nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GefHundG: EUR 25,00 – EUR 200,00
  • behördliche Kontrollen (Nachschauen): EUR 70,00 – EUR 200,00

Hinweise (Besonderheiten)

Hundehalter-Wechsel

Geben Sie die Haltung des betreffenden Hundes auf, müssen Sie dies unverzüglich der zuständigen Stelle anzeigen und diese über den Verbleib des Hundes sowie Namen und Anschrift des neuen Halters unterrichten.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern. 09.07.2019