Kampfhund, Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes beantragen

Um einen Hund zu halten, den der Gesetzgeber als potenziell gefährlich einstuft ("Kampfhund"), benötigen Sie eine behördliche Erlaubnis. Gefährlichkeit wird vermutet bei folgenden Hundegruppen und deren Kreuzungen untereinander:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier

Um im Einzelfall zu widerlegen, dass Ihr Hund tatsächlich gefährlich ist, wird von Ihnen ein behördliches Gutachten verlangt. Anerkannt werden ausschließlich Gutachten eines anerkannten Hundesachverständigen. Zudem müssen Sie über die nötige Sachkunde zur Hundehaltung verfügen.

Unabhängig von diesem Antragsverfahren müssen Sie das Tier zur Hundesteuer anmelden.

Regionalisierung

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Zuständige Stelle

Ordnungsbehörde der Stadtverwaltung oder des Landratsamtes

Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Persönliche Zuverlässigkeit
  • Sachkunde

    das heißt ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf
    • das Wesen und das Verhalten des Hundes
    • die Erziehung des Hundes
    • die Haltungserfordernisse
    • die wichtigsten Rechtsvorschriften für den Umgang mit Hunden
    • den Umgang mit dem Hund

Die erforderliche Sachkunde wird in der Regel durch eine Prüfung festgestellt. Als Nachweis erkennt die Behörde darüber hinaus Bescheinigung von Arbeitgebern, Verbänden oder Organisationen an, die die Sachkunde im Zusammenhang mit der beruflichen / dienstlichen Tätigkeit der oder des Antragstellenden belegen.

Verfahrensablauf

  • Beauftragen Sie einen öffentlich bestellten Sachverständigen für Hundewesen (Hundesachverständiger), ein Gutachten über die Ungefährlichkeit Ihres Hundes zu erstellen.
  • Richten Sie ein Antragsschreiben an die zuständige Stelle und legen Sie das Gutachten über die Ungefährlichkeit Ihres Hundes bei.

Ihr Antrag sollte enthalten:

  • Ihren vollständigen Namen und Ihr Geburtsdatum
  • die Anschrift (Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer) Ihres Hauptwohnsitzes
  • Angaben über den betreffenden Hund
  • Sofern Sie nicht bereits über eine anerkannte Sachkunde-Bescheinigung verfügen, beantragen Sie zugleich die Zulassung zur Sachkundeprüfung.
  • Die zuständige Stelle überprüft anhand Ihrer Angaben und Nachweise, unter welchen Voraussetzungen Ihnen die Erlaubnis erteilt werden kann. Sie erhalten Hinweise zum weiteren Verfahren, wie etwa über nachzureichende Unterlagen und gegebenenfalls das Ablegen einer Sachkunde-Prüfung.
  • Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird Ihnen die schriftliche Erlaubnis zur Haltung des Hundes (gegebenenfalls mit Auflagen) erteilt. Begleichen Sie zuvor die Verwaltungskosten laut Gebührenbescheid.
  • Sachkunde-Prüfung

    Die zuständige Stelle prüft auf Ihren Antrag hin Ihre Sachkunde in der Hundehaltung. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie erhalten eine amtliche Bescheinigung über die bestandene Prüfung. Bei Nichtbestehen dürfen Sie die Prüfung wiederholen.

    Fristen

    • Gültigkeit des Gutachtens: für die Dauer der Hundehaltung durch den oder die Antragstellende
    • Folgegutachten bei Halter-Wechsel: innerhalb eines Jahres durch den neuen Hundehalter

    Erforderliche Unterlagen

    • schriftlicher Antrag
    • Gutachten eines / einer anerkannten Hundesachverständigen über die Ungefährlichkeit Ihres Hundes
    • Sachkundenachweis
    • weitere Nachweise auf Anforderung durch die zuständige Stelle

    Kosten

    • Erlaubniserteilung: EUR 100,00 – EUR 210,00
    • nachträgliche Aufnahme von Auflagen, Änderung oder Ergänzung in die Erlaubnis: EUR 25,00 – EUR 170,00
    • Entscheidung über Widerlegung der Gefährlichkeit: EUR 70,00 – EUR 150,00
    • Feststellung der Gefährlichkeit eines im Einzelfall gefährlichen Hundes: EUR 120,00 – EUR 300,00
    • Untersagung der Haltung oder Genehmigung der Haltung eines im Einzelfall gefährlichen Hundes nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GefHundG: EUR 25,00 – EUR 200,00
    • behördliche Kontrollen (Nachschauen): EUR 70,00 – EUR 200,00

    Sonstiges

    Geben Sie die Haltung des betreffenden Hundes auf, müssen Sie dies unverzüglich der zuständigen Stelle anzeigen und diese über den Verbleib des Hundes sowie Namen und Anschrift des neuen Halters unterrichten.

    Freigabevermerk

    Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24