Kinderwunschbehandlung, Förderung des Freistaates Sachsen beantragen

Der Freistaat Sachsen und der Bund gewähren Zuwendungen zu den Kosten der ersten vier Kinderwunschbehandlungen. Für In-Vitro-Fertilisations(IVF)- und Intrazytoplasmatische Spermieninjektions(ICSI)-Behandlungen können Sie die Landesförderung in Anspruch nehmen und auf dieser Basis einen Bundeszuschuss beantragen.

Konditionen (Landesförderung)

Art der Förderung
nicht rückzahlbarer Zuschuss (Festbetrag) zum Selbstkostenanteil

Höhe

  • 1. bis 3. IVF-Behandlung: jeweils bis zu EUR 375,00
  • 1. bis .3. ICSI-Behandlung: jeweils bis zu EUR 450,00
  • 4. IVF-Behandlung: bis zu EUR 800,00
  • 4. ICSI-Behandlung: bis zu EUR 900,00
  • Zuständige Stelle

    zugelassene reproduktionsmedizinische Einrichtung oder Praxis im Freistaat Sachsen

    Regionalisierung

    Ändern

    (keine Ortsauswahl möglich)

    Zuständige Stelle

    Leistungsdetails

    Voraussetzungen

    • Sie haben beide Ihren Hauptwohnsitz in Sachsen.
    • Sie sind mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner verheiratet oder leben in eheähnlicher Gemeinschaft (nichteheliche Lebensgemeinschaft) zusammen.
    • Die Behandlung erfolgt in einer reproduktionsmedizinischen Einrichtung im Freistaat Sachsen.

    • Es soll eine IVF-Behandlung (In-Vitro-Fertilisation) oder eine ICSI-Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) erfolgen.
    • Ihr Alter liegt zwischen dem vollendeten 25. und dem vollendeten 40. Lebensjahr (Frau) beziehungsweise zwischen dem vollendeten 25. und dem vollendeten 50. Lebensjahr (Mann).
    • Sie erfüllen als Paar im Übrigen die Voraussetzungen des § 27a Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) – Gesetzliche Krankenversicherung, unabhängig vom Bestehen einer Ehe.

    Verfahrensablauf

    Die behandelnde reproduktionsmedizinische Einrichtung oder Praxis beantragt die Förderung für Sie. Ihre Rechnung verringert sich um den Zuwendungsbetrag.

    Erforderliche Unterlagen

    • Personalausweis oder Meldebescheinigung
    • einen von der Krankenkasse genehmigten Behandlungsplan der reproduktionsmedizinischen Einrichtung, der die Höhe der Kostenübernahme durch die Krankenkasse ausweist bzw. einen Kostenvoranschlag der reproduktionsmedizinischen Einrichtung.

    bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft (zusätzlich):

    • eine Erklärung zur Anerkennung der Vaterschaft (notariell beglaubigt);
    • alle Nachweise über Zusagen und Ablehnungen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung zur Kostenübernahme
    • alle Nachweise über gegebenenfalls bereits geförderte Behandlungsversuche.

    Kosten

    Bitte informieren Sie sich bei der behandelnden medizinischen Einrichtung über die Höhe der Ihnen entstehenden Kosten, speziell über den für Sie verbleibenden Eigenanteil.

    Freigabevermerk

    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz