Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen beantragen

Eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme muss vor Antritt von Ihnen selbst beantragt werden.

Die Antragsformulare hierfür erhalten Sie beim jeweiligen Kostenträger.

Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation werden ganztägig ambulant oder stationär erbracht und dauern in der Regel drei Wochen.

Regionalisierung

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(keine Ortsauswahl möglich)

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Die Rehabilitationsträger erbringen Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation, um:

  • eine drohende oder bestehende chronische Krankheit oder Behinderung abzuwenden, zu verhüten oder zu mindern
  • eine wegen Krankheit oder Behinderung gefährdete oder geminderte Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern oder
  • eine drohende oder bestehende Pflegebedürftigkeit abzuwenden, einzuschränken oder zu verhüten 

Gemäß dem Grundsatz "Rehabilitation vor Rente" verfolgen die Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation bei Erwerbstätigen das Ziel, ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu verhindern und ein möglichst dauerhaftes Wiedereingliedern in das Erwerbsleben zu erreichen. Bei älteren Versicherten, die bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, steht die Erhaltung der individuellen Selbstbestimmung und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit im Fokus der medizinischen Rehabilitation.

Hinweis: Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation werden nicht vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung einer solchen oder ähnlichen Leistung zur Rehabilitation erbracht. Eine Ausnahme wäre, dass vorzeitige Leistungen aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich sind.

Verfahrensablauf

Den ausgefüllten Antrag auf Gewährung einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme reichen Sie bei Ihrem zuständigen Rehabilitationsträger ein. Rehabilitationsträger können sein:

  • Ihre Krankenkasse
  • Ihr Rentenversicherungsträger
  • Ihre Berufsgenossenschaft oder die Unfallkasse Sachsen 

Sie können den Antrag auch in einer gemeinsamen Servicestelle für Rehabilitation in Ihrer Nähe abgeben. Von dort wird der Antrag umgehend an den jeweils zuständigen Versicherungsträger weitergeleitet.

  • Ihr Rehabilitationsträger prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Gewährung einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme gegeben sind. Er lässt insbesondere die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme prüfen. Falls notwendig, kann auch eine körperliche Untersuchung angeordnet werden.
  • Nach der Prüfung Ihres Antrags wird die medizinische Rehabilitationsleistung entweder bewilligt oder abgelehnt. Sie erhalten einen entsprechenden Bescheid.

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular für die medizinische Rehabilitationsmaßnahme

Bearbeitungsdauer

Die Dauer der Antragsbearbeitung ist vor allem vom Umfang der vorzunehmenden (medizinischen) Sachaufklärung abhängig.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. 29.01.2018