Rettung und Umstrukturierung land- und forstwirtschaftlicher Unternehmen (RH/2015) (SAB)

Antrag auf Gewährung von Zuwendungen nach der Förderrichtlinie "Rettungsbeihilfen" (RL RH/2015), Nr. 03091

Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus aus Sachsen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können ein Förderdarlehen der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) beantragen. Ziel der Förderung ist es, die Liquidität vorübergehend zu stützen, um eine langfristigen Rentabilität wiederherzustellen und Arbeitsplätze zu erhalten.  [...]

Was wird gefördert?

  • vorübergehende Stützung der Liquidität in der Regel bis zur Erstellung eines Umstrukturierungskonzeptes (Rettungsbeihilfe)
  • Finanzierung von Maßnahmen zur leistungswirtschaftlichen und finanziellen Unternehmensumstrukturierung (Umstrukturierungsbeihilfe)

Was wird finanziert?

Rettungsbeihilfe
Kosten für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes bis zur Erstellung des Umstrukturierungsplanes, zum Beispiel:

  • für Wareneinkauf
  • für Personal

Umstrukturierungsbeihilfe
zusätzlich zur Rettungsbeihilfe Kosten beispielsweise im Zusammenhang mit

  • Vergleichen mit Lieferanten
  • der Schließung von Teilbereichen
  • der Umstellung von Betriebsabläufen

Was kann nicht finanziert werden?

  • Zins und Tilgung, sowie die Ablösung von Bankkrediten (auch nicht im Rahmen von Vergleichen)
  • Steuern und öffentliche Abgaben
  • Entnahmen / Leistungen an die Inhaber / Gesellschafter (auch stille Gesellschafter)
  • Investitionen und Ausweitung der Geschäftstätigkeit

Konditionen

– Darlehen nach Teil A –

Art der Förderung
Darlehen als Anteilsfinanzierung

Auszahlung
100 %

Zinssatz
individuell zu vereinbaren

Höhe, Laufzeiten
Rettungsbeihilfe:

    • maximal 6 Monate
    • bis zu EUR 1,5 Millionen (mindestens EUR 20.000)

Festzinssatz für die gesamte Laufzeit (nicht unter dem Referenzsatz der Europäischen Kommission)

Vorübergehende Umstrukturierungsbeihilfe:

  • maximal 18 Monate
  • bis zu EUR 500.000 (mindestens EUR 20.000)

Umstrukturierungsbeihilfe:

  • maximal 60 Monate
  • bis zu EUR 500.000 (mindestens EUR 20.000)

Sicherheiten
alle zumutbaren, mindestens persönliche Haftung der Inhaber / Gesellschafter (Bürgschaft einschließlich notariellem Schuldanerkenntnis mit Zwangsvolladstreckungsadunterwerfung).

– Bürgschaften nach Teil B –

Höhe, Laufzeiten
Rettungsbeihilfe:

  • maximal 18 Monate
  • maximal 80 % des zu verbürgenden Darlehens, bis zu EUR 1,2 Millionen

Vorübergehende Umstrukturierungsbeihilfe:

  • maximal 18 Monate
  • maximal 80 % des zu verbürgenden Darlehens, bis zu EUR 400.000 (mindestens EUR 20.000)

(Details: siehe Förderbaustein / Programmseite der SAB)

Hinweis: Die Förderung ist nur einmal möglich, ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Regionalisierung

Ändern

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Antragsberechtigte: Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus mit Sitz in Sachsen, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind.

Ausgeschlossen von der Förderung:

  • Existenzgründer und Unternehmen in der Gründungsphase (in der Regel mindestens drei Jahre nach Gründung)
  • Unternehmen die bereits entsprechende Beihilfen erhalten haben (zum Beispiel auch öffentliche Konsolidierungsbeteiligungen und Liquiditätshilfen)
  • Unternehmend der gewerblichen Wirtschaft, Selbstständige und Unternehmen der freien Berufe
  • Unternehmen im Stahlsektor und in der Kohleindustrie sowie mit anderen sektoralen Beschränkungen

Weitere Voraussetzungen

  • Alle anderen Fördermöglichkeiten müssen ausgeschöpft sein (Subsidiaritätsprinzip).
  • Die Beihilfen müssen sich auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und sind nur einmalig und vorübergehend nötig.
  • Alle an der Unternehmensfinanzierung Beteiligten haben zusätzlich zu ihrem bisherigen Engagement zur Deckung des Finanzierungsbedarfes beizutragen. 

Zusätzlich für Umstrukturierungsbeihilfen
Vorlage eines Umstrukturierungskonzeptes (Sanierungskonzept durch einen unabhängigen sachkundigen Dritten) einschließlich:

  • Maßnahmenplan zur Wiedererreichung der langfristigen Rentabilität
  • Ausgleichsmaßnahmen zur Reduzierung der Kapazitäten

Verfahrensablauf

Wenden Sie sich im ersten Schritt zur Beratung an die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB), wo Sie auch die Antragsunterlagen erhalten.

  • Den ausgefüllten Antrag reichen Sie mit allen erforderlichen Dokumenten und Nachweisen bei der SAB ein.
  • Nach der Prüfung durch die SAB erhalten Sie schriftlich Bescheid, ob und in welchem Umfang Ihr Antrag bewilligt ist.

Die Auszahlung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank oder über Ihre Hausbank.

Erforderliche Unterlagen

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Dokumente und Nachweise

Die erforderlichen Formulare erhalten Sie direkt bei der SAB, den Vordrucken entnehmen Sie Näheres zu den Antragsunterlagen.

Fristen

Antragstellung: vor Beginn des zu finanzierenden Vorhabens

Kosten (Gebühren)

  • einmaliges Bearbeitungsentgelt: 1 % des Bürgschaftsbetrages
  • laufendes Entgelt: individuell festzulegen (mindestens 1 % des Bürgschaftsbetrages)

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24; mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – SAB. 18.06.2018