Schulbesuch, Zurückstellung

Grundsätzlich sollen alle Kinder eingeschult werden, die schulpflichtig sind und die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Individuelle Bildungsangebote in der Schuleingangsphase, die auf die jeweiligen Voraussetzungen der Kinder eingehen, helfen mögliche Startschwierigkeiten zu überwinden. Die Zurückstellung vom Schulbesuch soll daher nur die Ausnahme sein. In Frage kommt sie bei Kindern, von denen aufgrund ihres geistigen oder körperlichen Entwicklungsstandes nicht erwartet werden kann, dass sie mit Erfolg am Unterricht teilnehmen werden.

Das Jahr der Zurückstellung wird auf die Dauer der Pflicht zum Besuch der Grundschule (vier Jahre) nicht angerechnet.

Hinweis zur zuständigen Stelle

Zuständig ist die Grundschule in deren Schulbezirk Sie wohnen. Welche Grundschule für Ihren Wohnsitz vorgesehen ist, erfahren Sie von Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Neben den öffentlichen Grundschulen existieren auch Grundschulen in freier Trägerschaft (Privatschulen). Diese haben keinen festgelegten Schulbezirk.

In der Sächsischen Schuldatenbank des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus können Sie sich über alle allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Sachsen informieren. Komfortable Suchfunktionen ermöglichen unter anderem die Suche nach Schulart, Schulträger, geografischer Lage und Gemeinde.

Regionalisierung

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(keine Ortswahl erforderlich)

Zuständige Stelle

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Damit ein Kind vom Schulbesuch zurückgestellt werden kann,

  • muss es für das am 01.08. beginnende Schuljahr schulpflichtig sein (sechster Geburtstag im Zeitraum vom 01.07. des Vorjahres bis zum 30.06. des Jahres der Einschulung) und
  • bei Beginn der Schulpflicht geistig oder körperlich nicht genügend entwickelt sein, um mit Erfolg am Unterricht teilnehmen zu können.

Verfahrensablauf

Eine Zurückstellung schulpflichtiger Kinder ist nur einmal möglich.

  • Die Zurückstellung soll nur erfolgen, wenn sich keine Anhaltspunkte für sonderpädagogischen Förderbedarf ergeben.
  • Der Schulleiter teilt den Eltern den Grund der Zurückstellung schriftlich mit. In Abstimmung mit den Eltern und den pädagogischen Fachkräften der Kindertageseinrichtung vereinbart er mit diesen geeignete Fördermaßnahmen.
  • Für eine vorherige Beratung stehen Ihnen die Schulleitung der Grundschule und die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageeinrichtung zur Verfügung.
Hinweis: Die Anmeldung des Kindes an der Grundschule muss von beiden Eltern gemeinsam vorgenommen werden, sofern sie das gemeinsame Sorgerecht haben. Ist einer der Partner verhindert, muss eine Vollmacht und eine Ausweiskopie des Abwesenden vorgelegt werden.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Kultus. 31.07.2018