Sozialarbeiter / Sozialpädagogen / Heilpädagogen, Anerkennung beantragen

Die Berufsausübung in sozialen Arbeitsfeldern ist an eine staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter, Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge beziehungsweise Heilpädagogin oder Heilpädagoge geknüpft.

Absolventinnen und Absolventen einer staatlichen oder staatlich anerkannten Fachhochschule in Sachsen oder der Berufsakademie Sachsen mit Diplom oder Bachelor in den Fachgebieten des Sozialwesens (zum Beispiel Soziale Arbeit, Sozialarbeit, Sozialpädagogik) oder der Heilpädagogik erhalten auf Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen die staatliche Anerkennung.

Die staatliche Anerkennung berechtigt zum Führen der entsprechenden Berufsbezeichnung:

  • Staatlich anerkannte Sozialarbeiterin oder Staatlich anerkannter Sozialarbeiter
  • Staatlich anerkannte Sozialpädagogin oder Staatlich anerkannter Sozialpädagoge
  • Staatlich anerkannte Heilpädagogin oder Staatlich anerkannter Heilpädagoge

Die in einem anderen Bundesland erteilte staatliche Anerkennung ist der staatlichen Anerkennung nach sächsischem Recht gleichgestellt.

Einheitlicher Ansprechpartner

Für dieses Verfahren können Sie den Service des Einheitlichen Ansprechpartners in Anspruch nehmen. Dieser begleitet Sie durch das Verfahren, übernimmt für Sie die Korrespondenz mit allen für Ihr Anliegen zuständigen Stellen und steht Ihnen als kompetenter Berater zur Seite.

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Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Sie verfügen über ein Diplom oder einen Bachelor in den Fachgebieten des Sozialwesens oder der Heilpädagogik.
  • Sie haben ein Berufspraktikum absolviert, das mit einem Abschlusskolloquium beendet wurde und das bei Erwerb des Diploms zwei praktische Studiensemester, bei Erwerb des Bachelor studienintegrierte oder postgraduale Praktika von mindestens 100 Tagen umfasste.
    Soweit Sie das Diplom oder den Bachelor in einem berufsbegleitenden Studiengang erworben haben und eine mindestens zweijährige entsprechende Tätigkeit nachweisen, ist das Berufspraktikum nicht erforderlich.
  • Sie verfügen über die zur Ausübung des Berufes erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache.
  • Sie besitzen die für eine Tätigkeit im angestrebten Beruf erforderliche Zuverlässigkeit. 

Ausbildung außerhalb Sachsens

Antragsteller, die ihre Ausbildung nicht in Sachsen absolviert haben, müssen folgendes beachten:

    • Unterscheiden sich wesentliche Ausbildungsinhalte oder die in Sachsen vorgeschriebene Ausbildungsdauer wurde um mehr als ein Jahr unterschritten, wird geprüft, ob und inwieweit Ihre einschlägige Berufserfahrung diese Defizite ganz oder teilweise ausgleicht.
    • Ist dies nicht der Fall, kann von Ihnen verlangt werden, dass Sie – nach Ihrer Wahl – entweder einen Anpassungslehrgang erfolgreich durchlaufen oder eine Eignungsprüfung erfolgreich ablegen.
Achtung! Diplom-Sozialarbeiterinnen und Diplom-Sozialarbeiter haben in einem solchen Fall keine Wahlmöglichkeit und müssen eine Eignungsprüfung ablegen.

Verfahrensablauf

Den Antrag auf staatliche Anerkennung müssen Sie schriftlich bei der zuständigen Stelle einbringen.

  • Die zuständige Stelle gibt Ihnen die Entscheidung innerhalb von drei Montaen bekannt.
  • Gegebenenfalls müssen Sie für eine staatliche Anerkennung noch ein Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung absolvieren.

Erforderliche Unterlagen

Mit Ihrem Antrag müssen Sie die folgenden Unterlagen einreichen:

  • Zeugnis über den Ausbildungsabschluss (Diplom-oder Bachelor-Urkunde, Prüfungszeugnis oder sonstiger fachlicher Befähigungsnachweis) als beglaubigte Kopie
  • Erweitertes Führungszeugnis (nicht älter als drei Monate) gem. § 30a Abs. 1 Nr. 2 Buchs. b und Abs. 2 i.V.m. § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz oder Nachweis, der einem Führungszeugnis entspricht und von der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftslandes ausgestellt wurde
    Wenn Sie innerhalb der letzten zehn Jahre ihren Hauptwohnsitz nicht ständig in der Bundesrepublik Deutschland hatten, kann die Landesdirektion Sachsen von Ihnen zusätzlich einen dem Führungszeugnis entsprechenden Nachweis verlangen, der von der zuständigen Behörde des Hauptwohnsitzes ausgestellt wurde.
  • Lückenloser Lebenslauf mit eigenhändiger Unterschrift
  • Nachweis über Ableistung des Berufspraktikums oder über das Ablegen einer externen Abschlussprüfung an einer Hochschule und eine mindestens zweijährige entsprechende Tätigkeit. (Der Nachweis ist nicht erforderlich, wenn Sie das Diplom oder den Bachelor in einem berufsbegleitenden Studiengang erworben haben.)
  • Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Abschlusskolloquium.

Wenn Sie Ihre Ausbildung in einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz absolviert haben, müssen Sie zusätzlich folgende Unterlagen einreichen:

  • Ist Deutsch nicht Ihre Muttersprache, ist zusätzlich ein Großes Deutsches Sprachdiplom des Goethe-Instituts oder ein gleichwertiger Nachweis (nicht älter als fünf Jahre) einzureichen
  • Gegebenenfalls eine Bescheinigung über Dauer und Art bisher ausgeübter beruflicher Tätigkeiten als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter, Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge beziehungsweise Heilpädagogin oder Heilpädagoge in einem EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz
  • Nachweise der Studien- und Ausbildungsinhalte in Form von Studienbuch, Studienordnung, Prüfungsordnung oder in anderer geeigneter Weise, aus denen die Studieninhalte und die Dauer der absolvierten Ausbildung hervorgehen
  • Bescheid über die Feststellung der Gleichwertigkeit der Ausbildung oder Nachweis über die erfolgreich abgelegte Eignungsprüfung oder den absolvierten Anpassungslehrgang als amtlich beglaubigte Kopie.
Hinweis: Fremdsprachige Unterlagen müssen Sie zusätzlich in amtlich beglaubigter Übersetzung beifügen. Die Übersetzung muss durch eine in Deutschland öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzerin oder einen öffentlich bestellten und allgemein beeidigten Übersetzer erfolgt sein.

Fristen

Die Entscheidung über den Antrag wird Ihnen in der Regel innerhalb von drei Monaten nach Eingang der vollständigen Unterlagen bekannt gegeben.

Kosten (Gebühren)

  • Staatliche Anerkennung: EUR 25,00 bis EUR 50,00
    Wird der Antrag abgelehnt, kann die Gebühr ermäßigt werden.
  • Auslagen für Zusendung der Urkunde: bis EUR 5,30

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Kultus