Vorbeglaubigung von Urkunden durch die Landesdirektion Sachsen

Um eine deutsche öffentliche Urkunde endbeglaubigen zu lassen, bedarf es im ersten Schritt einer Vorbeglaubigung. Die Vorbeglaubigung bestätigt die Echtheit der Unterschrift und des Siegels des Ausstellers einer deutschen öffentlichen Urkunde, sowie in der Regel die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat.

Vorbeglaubigungen von Geburtsurkunden, Zeugnisse, Ledigkeits- und Meldebescheinigungen und allen anderen Urkunden, die von Verwaltungsbehörden im Freistaat Sachsen ausgestellt wurden, erteilt die Landesdirektion Sachsen.

Achtung! Urkunden, deren Vorbeglaubiger nicht die Echtheit der Unterschrift des Ausstellers bestätigt haben, können vom Bundesverwaltungsamt nicht endbeglaubigt werden!

Regionalisierung

Ändern

(keine Ortsauswahl erforderlich)

Zuständige Stelle

Leistungsdetails

Verfahrensablauf

persönliche Vorsprache:

  • Suchen Sie die zuständige Stelle auf.
  • Legen Sie Ihre Urkunden im Original vor, sie sollten mit einem Dienstsiegel oder Stempel der ausstellenden Stelle sowie einer Unterschrift versehen sein.
  • Halten Sie ein Personaldokument bereit, damit Sie sich bei Bedarf ausweisen können.

 

Postweg

Senden Sie Ihre Urkunden im Original an die zuständige Stelle.

Hinweis: Geben Sie immer das Land an, in dem die Urkunde vorgelegt werden soll.

Kosten

  • EUR 15,00 pro Urkunde

Die Gebühr ist bei persönlicher Vorsprache bar zu entrichten; beantragen Sie die Beglaubigung schriftlich, erhalten Sie die beglaubigten Urkunden mit Rechnung per Nachnahme zurück.

Sonstiges

Beglaubigung anderer Urkunden

  • Zu Ursprungszeugnissen, Handelsrechnungen beziehungsweise reinen Produktbeschreibungen und Packlisten, deren Inhalt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) gesichtet und bestätigt hat, ist keine Vorbeglaubigung erforderlich.
  • Verträge, Firmenerklärungen und ähnliche Urkunden müssen Sie notariell und anschließend durch das zuständige Landgericht vorbeglaubigen lassen.

Die Vorbeglaubigung der Urkunde erfolgt

für Privatpersonen

  • durch die Landesbehörde (Landesdirektion Sachsen)
    für Urkunden der Verwaltungsbehörden des jeweiligen Bundeslandes (zum Beispiel Geburtsurkunden, Zeugnisse, Ledigkeits- und Meldebescheinigungen).
  • durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz
    für Unterschriften auf von ihm ausgestellten öffentlichen Urkunden.
  • durch das Landgericht
    für alle amtlichen Unterschriften der im jeweiligen Landgerichtsbezirk von Gerichten, Notaren und Justizbehörden ausgestellten Urkunden, zum Beispiel Scheidungsurteile, Vollmachten. Übersetzungen eines vereidigten Übersetzers sind keine öffentlichen Urkunden. Bei Übersetzungen von Urkunden kann der Präsident des Landgerichts, in dessen Bezirk der Übersetzer seinen Wohn- oder Geschäftssitz unterhält, jedoch bestätigen, dass dieser öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Übersetzer ist. Diese Bestätigung ist eine öffentliche Urkunde und kann mit einem Beglaubigungsvermerk versehen werden.
  • durch die Bundesbehörde
    für die von ihr ausgestellten Urkunden. So werden polizeiliche Führungszeugnisse des Bundesamtes für Justiz vom Bundesamt für Justiz vorbeglaubigt.

für Unternehmen

  • durch die Landesbehörde (Landesdirektion Sachsen)
    für Urkunden der Verwaltungsbehörden des jeweiligen Bundeslandes (zum Beispiel Geburtsurkunden, Zeugnisse, Ledigkeits- und Meldebescheinigungen).
  • durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz
    für Unterschriften auf von ihm ausgestellten öffentlichen Urkunden.
  • durch das Landgericht
    für alle amtlichen Unterschriften der im jeweiligen Landgerichtsbezirk von Gerichten, Notaren und Justizbehörden ausgestellten Urkunden zum Beispiel Scheidungsurteile, Vollmachten. Übersetzungen eines vereidigten Übersetzers sind keine öffentlichen Urkunden. Bei Übersetzungen von Urkunden kann der Präsident des Landgerichts, in dessen Bezirk der Übersetzer seinen Wohn- oder Geschäftssitz unterhält, jedoch bestätigen, dass dieser öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Übersetzer ist. Diese Bestätigung ist eine öffentliche Urkunde und kann mit einem Beglaubigungsvermerk versehen werden.
  • Bundesbehörde
    für die von ihr ausgestellten Urkunden. So werden polizeiliche Führungszeugnisse des Bundesamtes für Justiz vom Bundesamt für Justiz vorbeglaubigt.
  • die Industrie- und Handelskammer (IHK)
    ausschließlich für Handelspapiere, zum Beispiel Handelsrechnungen, Ursprungszeugnisse und andere Dokumente.

Ist die Vorbeglaubigung erfolgt (erster Schritt), werden die Urkunden im zweiten Schritt vom Bundesverwaltungsamt im Auftrag des Auswärtigen Amtes endbeglaubigt. Die Urkunden können dann in der ausländischen Auslandsvertretung zur Schlussbearbeitung (Legalisation) vorgelegt werden (dritter Schritt). Ist keine Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt erforderlich, erfolgt bereits im zweiten Schritt die Legalisation durch die Auslandsvertretung des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll.

Freigabevermerk

Sächsische Staatskanzlei, Redaktion Amt24. Quelle: Merkblatt "Endbeglaubigung" des Bundesverwaltungsamtes (www.bva.bund.de); Beglaubigung von Urkunden, Informationen der Landesdirektion Sachsen (www.lds.sachsen.de)